Irische Nationalelf Aus für Trapattoni

Beziehungs-Aus nach fünf Jahren: Giovanni Trapattoni und der irische Fußball-Verband gehen getrennte Wege. Beide Parteien einigten sich auf ein Ende der Zusammenarbeit, nachdem die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gescheitert ist.

Fußballtrainer Trapattoni: "Gute Basis für meinen Nachfolger"
REUTERS

Fußballtrainer Trapattoni: "Gute Basis für meinen Nachfolger"


Hamburg - Der irische Fußball-Verband (FAI) und Nationaltrainer Giovanni Trapattoni gehen getrennte Wege. Das gab der FAI am Mittwoch bekannt. Die Trennung sei demnach in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt.

Am Dienstag hatte die irische Nationalmannschaft eine 0:1-Niederlage in Österreich einstecken müssen und hat keine Chance mehr auf die Teilnahme an der WM 2014 in Brasilien. Irland steht zwei Spieltage vor Schluss auf dem vierten Rang der deutschen Qualifikationsgruppe C, mit sechs Punkten Rückstand auf Rang zwei, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen würde.

Allerdings spielen Schweden (Platz zwei, 17 Punkte) und Österreich (Rang drei mit 14 Punkten) noch gegeneinander. Egal wie dieses Spiel ausgeht: Irland (derzeit 11 Punkte) kann nicht mehr auf den zweiten Rang rücken.

Trapattoni bedankte sich in der Erklärung des irischen Verbands bei den Spielern und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute. "Ich denke, dass wir mit der Arbeit, die wir geleistet haben, eine gute Basis für meinen Nachfolger geschaffen haben", so der 74 Jahre alte Italiener, der den Posten im Juli 2008 übernommen hatte.

Der "Mister" hatte zuvor unter anderem den FC Bayern München, Red Bull Salzburg, den VfB Stuttgart und die italienische Nationalmannschaft trainiert. Zudem war er bei den großen Renommierclubs der Serie A, AC Mailand, Inter Mailand und Juventus Turin erfolgreich gewesen.

Noch am vergangenen Freitag hatte Trapattoni angekündigt, auch im Falle eines Scheiterns in der WM-Qualifikation im Amt bleiben zu wollen. Wenn der irische Verband ihn lasse, werde er seinen im Juni 2014 auslaufenden Vertrag bis zur EURO 2016 in Frankreich verlängern, sagte er nach der 1:2-Niederlage gegen Schweden. "Werde ich gehen? Nein. Ich denke, wir haben eine großartige Arbeit geleistet", sagte Trapattoni. Diese ist nun beendet.

bka/Reuters/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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Domkirke 11.09.2013
1.
Zitat von sysopREUTERSBeziehungs-Aus nach fünf Jahren: Giovanni Trapattoni und der irische Fußball-Verband gehen getrennte Wege. Beide Parteien einigten sich auf ein Ende der Zusammenarbeit, nachdem die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien so gut wie gescheitert ist. http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-qualifikation-irland-trennt-sich-von-coach-trapattoni-a-921652.html
Für die irische Nationalmannschaft bleibt auf Dauer nur die Option der IRFU zu folgen und eine gesamt irische Mannschaft zu stellen. Bisher sind sowohl die Republik als auch Nordirland zu schwach. Gemeinsam wäre wohl schon etwas mehr zu erwarten.
hubertrudnick1 11.09.2013
2. Fußballop
Zitat von sysopREUTERSBeziehungs-Aus nach fünf Jahren: Giovanni Trapattoni und der irische Fußball-Verband gehen getrennte Wege. Beide Parteien einigten sich auf ein Ende der Zusammenarbeit, nachdem die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien so gut wie gescheitert ist. http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-qualifikation-irland-trennt-sich-von-coach-trapattoni-a-921652.html
Der Fußballopa sollte endlich mal in den verdienten Ruhestand gehen, aber manche machen bis zur eigenen Beerdigung eben weiter.
NochNeMeinung 11.09.2013
3. Problem kleine Liga
Das gemeinsame Problem von Ländern wie Österreich Irland und auch Schweden ist die kleine Liga. Würden die Skandinavier, die mit den britischen Verbänden sowie Ösis mit Schweizern und Deutschen jeweils in der einer Liga antreten, dann könnten sich dort auch ein bis zwei Klubs entwickeln die internationales Niveau, um entsprechendes Geld in den regionalen Fußball zu holen. Aber dagegen steht natürlich ein Berg aus politischen und kulturellen Widerständen, die mit Sport eigentlich nichts zu tun haben.
Levator 11.09.2013
4. Habe fertig...
Irgendwie lustig war der "Mister" schon - hier einer seiner Sprüche (Quelle Wiki): 'Während seiner Zeit in Salzburg kam es erneut zu einem Gemütsausbruch. Nachdem seine Trainingsmethoden von Journalisten als altmodisch und sein System als zu defensiv bezeichnet wurde, machte er seinem Unmut Luft und kritisierte, dass die Journalisten nicht kompetent genug seien, um dies zu beurteilen: „Wörter sind sehr einfach. Wer kann machen, machen. Wer kann nicht machen, sprechen. Wer kann nicht sprechen, der schreiben“. Das hat doch was...-;)
Robert_Rostock 11.09.2013
5.
Zitat von NochNeMeinungDas gemeinsame Problem von Ländern wie Österreich Irland und auch Schweden ist die kleine Liga. Würden die Skandinavier, die mit den britischen Verbänden sowie Ösis mit Schweizern und Deutschen jeweils in der einer Liga antreten, dann könnten sich dort auch ein bis zwei Klubs entwickeln die internationales Niveau, um entsprechendes Geld in den regionalen Fußball zu holen. Aber dagegen steht natürlich ein Berg aus politischen und kulturellen Widerständen, die mit Sport eigentlich nichts zu tun haben.
Sicher nicht verkehrt. Hat aber meiner Meinung nach nicht unbedingt was mit der Stärke der Nationalmannschaft zu tun. Kleine Länder können, auch wenn ihre Liga schwach ist, durchaus starke Auswahlmannschaften haben. Weil nämlich die meisten Auswahlspieler bei ausländischen Clubs spielen. Siehe die großen Zeiten der dänischen Nationalmannschaft mit den Laudrup-Brüdern, Elkjaer-Larsen, Olsen usw., die tschechische Generation mit Cech, Koller, Rosicky, Nedved... Von denen hat auch keiner zu Hause gespielt.
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