WM-Qualifikation: Spanien besiegt Frankreich, England verpasst Tabellenführung

Spaniens Angreifer Pedro (l.): Erleichterung nach Finnland-Enttäuschung Zur Großansicht
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Spaniens Angreifer Pedro (l.): Erleichterung nach Finnland-Enttäuschung

Spaniens Fußball-Welt ist wieder in Ordnung: Im direkten Duell mit Frankreich eroberte der Welt- und Europameister die Tabellenführung zurück. England muss hingegen um die direkte Qualifikation für Brasilien 2014 zittern. Die polnischen BVB-Profis trafen wie ihre deutschen Kollegen mehrfach.

Hamburg - Die Kritik war groß nach dem 1:1 gegen Finnland, die Spanier ließen sich jedoch nicht verunsichern. Der Welt- und Europameister setzte sich 1:0 (0:0) in Paris gegen Frankreich durch und übernahm damit die Tabellenführung von der "Équipe Tricolore". Mit nun elf Punkten zog Spanien an den Franzosen (10 Punkte) vorbei.

Für die Gastgeber hatte Franck Ribéry vom FC Bayern kurz vor Ende der ersten Halbzeit die bis dahin beste Chance zur Führung vergeben. Seinen Schuss parierte Spaniens Torhüter Victor Valdés. Nach rund einer Stunde machte es Pedro vom Elfmeterpunkt besser. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff sah der Franzose Paul Pogba Gelb-Rot, trotzdem hätte Patrice Evra per Flugkopfball in der 89. Minute fast noch den Ausgleich erzielt.

Einen neuen Verfolger hat Deutschland in der Gruppe C. Österreich übernahm Rang zwei von den spielfreien Schweden. In Dublin rettete Bayern-Star David Alaba den Gästen in der Nachspielzeit ein 2:2 (1:2) gegen Irland. Martin Harnik vom VfB Stuttgart hatte die Österreicher früh in Führung gebracht (11. Minute), Irlands Jonathan Walters drehte die Partie jedoch mit einem Doppelpack (25./45.). Österreich, Schweden und Irland haben nun alle acht Punkte, die Skandinavier allerdings ein Spiel weniger absolviert. Deutschland hat bereits sechs Partien absolviert und 16 Zähler geholt.

Die Niederlande haben ihren sechsten Sieg im sechsten Spiel gefeiert. Das Team von Bondscoach Louis van Gaal setzte sich 4:0 (1:0) gegen Rumänien durch. HSV-Star Rafael van der Vaart erzielte dabei den ersten Treffer (12.), die weiteren Tore schossen Robin van Persie (55./64. Foulelfmeter) und Jeremain Lens (90.).

Dagegen droht die Türkei die WM in Brasilien zu verpassen. Gegen Ungarn kamen das Team von Abdullah Avci nur zu einem 1:1 (0:0). In der Gruppe D hat die Türkei damit schon elf Punkte Rückstand auf die Niederländer und vier Zähler auf die Zweitplatzierten Ungarn.

Ohne Superstar Cristiano Ronaldo wahrte Portugal seine Chancen auf die Qualifikation. In Aserbaidschan gewannen die Gäste 2:0 (0:0). Allerdings fielen die Tore erst, nachdem Aserbaidschans Rauf Alijew nach 55 Minuten die Gelb-Rot Karte sah. Bruno Alves und der Ex-Bremer Hugo Almeida waren erfolgreich. Wolfsburgs Vieirinha kam zu seinem Startelf-Debüt für die Portugiesen. Hinter Tabellenführer Russland (12 Punkte), der zwei Partien weniger absolviert hat, liegt Portugal punktgleich mit dem Zweiten Israel auf Rang drei (11).

In der Gruppe B baute Italien seinen Vorsprung auf Verfolger Bulgarien aus. Auf Malta war Mario Balotelli beim 2:0 (2:0) für die Gäste doppelt erfolgreich (8. Elfmeter/45.). Die Bulgaren haben nach ihrem 1:1 (0:0) in Dänemark nun drei Punkte Rückstand auf die Italiener.

England enttäuschte beim 1:1 (1:0) in Montenegro. Ein Treffer von Wayne Rooney in der sechsten Minute reichte nicht, Dejan Damjanovic gelang noch der Ausgleich (76.). Damit bleiben die "Three Lions" (12) zwei Punkte hinter Spitzenreiter Montenegro.

Von hinten droht zudem noch Gefahr von Polen. Dank eines 5:0 (2:0) gegen San Marino verkürzten sie den Rückstand auf England auf vier Punkte, allerdings haben die Polen ein Spiel weniger bestritten. In Warschau rundeten die BVB-Profis Robert Lewandowski und Lukasz Piszczek den starken Länderspiel-Dienstag für die Borussia ab. Nach den Treffern ihrer Dortmunder Teamkollegen Marco Reus, Mario Götze und Ilkay Gündogan für Deutschland gegen Kasachstan waren Lewandowski (21./50.) und Piszczek (28.) ebenfalls erfolgreich.

max/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Klare Sache für Spanien...
tylerdurdenvolland 27.03.2013
Wer das Spiel gesehen hat, der weiss wie einseitig es war. Anscheinend gibt es in Frankreich mal wieder ausser Ribery keinen, der wirklichen Fussball spielen kann. Benzema klotzt die Bälle in bester Gomez Manier in den dritten Rang, und der beste Spanier auf dem Platz war der rechte französische Verteidiger, der so ziemlich jede Chance der Spanier auf die eine oder andere Art einleitete und auch das Tor ermöglichte. Auch der Schiri war auf französichem Niveau und traf einige unterhaltsame Entscheidungen, zB gab er einen Elfmeter für Pedro nicht, worüber sogar Lloris herzlich lachen musste.... Das Fehlen der Franzosen bei der WM wird keinem auffallen, diese Mannschaft hat da aber auch gar nichts verloren.
2. Abgerechnet wird zum Schluss...
matjeshering 27.03.2013
was Spanien Frankreich anbelangt, war das Spiel eher defensif langweilig und Spanien hat mit Glück gewonnen. Deutschland, naja. Das Ergebnis wirkt souverän, ist es aus meiner Sicht aber nicht wenn stärkere Gegner kommen. Ich kann Herrn Bierhoff mit seiner Skepsis verstehen. Es sah zauberhaft aus, war es aber nicht. Der Gegner war, wie die Reporter der ARD richtig anmerkten, nur 3. klassisch. Vielleicht wäre es ganz gesund, wenn die WM ohne England stattfindet. Das wäre mal ein Schuss vor den Bug der Kapitalistisch-Geldwäscherisch-Finanzierten Vereine. Kaufen Kaufen Kaufen...aber nur durch Oligarchen, die besser beim Pferderennen gegen die Scheichs einsteigen sollten, als zu versuchen Vereine künstlich aufzupeppeln. Unter sowas leidet dann der nationale Fussball. Was sollen 20 Franzosen, 10 Spanier und 10 Deutsche in der TOP-Liga dort?
3. Na also,
eu-citizen 27.03.2013
es geht auch ohne die vermeintlichen Superstars aus München. Auch wenn es Herrn Hoeneß nicht gefallen mag, aber Schweinsteiger war schon 2010 ein Totalausfall. Er gehört ersetzt. Und dann dieser ewige Ruf nach Gomez-unerträglich. Der hätte gestern nicht mal seinen Stehplatz im Strafraum bekommen, so voll war es da. Und außerdem lief das Spiel einfach zu schnell ab, als dass Gomez sich hätte einbringen können. Bestenfalls wie Hoeneß zu seiner besten Zeit: Von den Mitspielern den Ball an den Kopf geschossen bekommen und zufällig prallt er dann ins Tor.
4. @eu-citizen
linkeklebe 27.03.2013
"vermeintliche" superstars? was soll das heißen? dass die das meinen und es nicht sind? wenn die das nicht sind, wer dann? schweinsteiger 2010 ein totalausfall? gegen england? gegen argentinien? schräg, sehr schräg.
5. Gruppenaufteilung
Robert_Rostock 27.03.2013
Was anlässlich des Spiels Frankreich-Spanien mal wieder auffällt, ist die -zum wiederholten Male- etwas seltsame Aufteilung der Qualifikationsgruppen. Da gibt es einmal die Gruppe I mit Spanien und Frankreich, also zwei Welt-und Europameister der letzten 15 Jahre, und dann solche "Todesgruppen" wie die Gruppe E mit der Schweiz, Albanien, Norwegen und Island. Ohne jeglichen Titel, ohne Endspielteilnahmen, ohne regelmäßige WM-Teilnahmen.
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