WM-Qualifikation Spanien und Schweden siegen, Ribéry trifft für Frankreich

Europameister Spanien spielte zum Auftakt der WM-Qualifikation schwach, gewann aber dennoch. Auch Deutschlands Gruppengegner Schweden und die Niederlande unter Trainer Louis van Gaal waren erfolgreich. Viel Mühe hatte Italien gegen Malta.

Spanischer Torschütze Soldado (Mitte): Mann des Abends gegen Georgien
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Spanischer Torschütze Soldado (Mitte): Mann des Abends gegen Georgien


Hamburg - Weltmeister Spanien ist mit einem mühsam erkämpften Auswärtssieg in die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien gestartet. Dank des späten Treffers von Roberto Soldado in der 86. Minute gewann die Mannschaft von Trainer Vicente del Bosque gegen Georgien 1:0 (0:0). Auch die Niederlande (4:1 in Ungarn), Frankreich (3:1 gegen Weißrussland), Schweden (2:0 gegen Kasachstan), Russland (4:0 in Israel) und die von Ottmar Hitzfeld trainierten Schweizer (2:0 gegen Albanien) konnten am zweiten Spieltag der europäischen WM-Qualifikation Siege bejubeln.

Die Spanier holten in Tiflis gegen hochmotivierte Gastgeber drei Punkte und setzten zudem ihre imposante Serie fort: Seit fünf Jahren hat der Welt- und Europameister nunmehr 23 Mal hintereinander alle Spiele in der WM- und EM-Qualifikation gewonnen. Der letzte Punktverlust datiert vom 8. September 2007, als auf Island nur ein 1:1 heraussprang.

Angeführt von Bayern Münchens Mittelfeldstar Franck Ribéry ist Frankreich unter seinem neuen Trainer Didier Deschamps mit zwei Siegen gestartet. Vier Tage nach dem Erfolg in Finnland (3:0) bezwang die "Équipe Tricolore" die Auswahl Weißrusslands 3:1 (0:0), Ribéry (80.) erzielte den dritten Treffer der Franzosen. Zuvor hatte Etienne Capoue (49.) für die Führung des Favoriten gesorgt, Christophe Jallet (68.) baute diese aus. Den Gästen gelang durch Anton Putilo (72.) der Ehrentreffer.

Deutschlands Gruppengegner Schweden feierte einen WM-Auftakt nach Maß. Rasmus Elm (37. Minute) und HSV-Profi Marcus Berg (90.+4) sorgten in Malmö für den 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Außenseiter Kasachstan. Die Niederlande haben bereits ihren zweiten Sieg perfekt gemacht. Vier Tage nach dem 2:0 gegen die Türkei gewann die Mannschaft unter ihrem neuen Coach Louis van Gaal gegen Ungarn 4:1 (2:1). Jeremain Lens, der für den angeschlagenen Münchner Arjen Robben kurzfristig in die Startelf gerückte war, mit einem Doppelpack (2./52. Minute), Bruno Martens (18.) und der Schalker Klaas Jan Huntelaar (73.) trafen für Oranje. Den Ungarn gelang durch Balazs Dzsudzsak per Foulelfmeter (6.) nur der Ausgleich zum 1:1.

Russlands Nationalelf feierte in der Gruppe F ihren zweiten Sieg unter Trainer Fabio Capello. Vier Tage nach dem 2:0 gegen Nordirland überzeugten die Russen auch beim 4:0 (2:0) in Israel. Schon nach knapp 20 Minuten war die einseitige Partie entschieden. Alexander Kerschakow vom Meister Zenit St. Petersburg (7./64. Minute) mit einem Doppelpack, Alexander Kokorin (18.) und Viktor Fajsulin (77.) trafen für die Gäste.

Kapitän Jakub Blaszczykowski vom deutschen Meister Borussia Dortmund hat EM-Co-Gastgeber Polen den ersten Dreier beschert. Das Team von Trainer Waldemar Fornalik, das mit einem 2:2 in Montenegro gestartet war, schlug Moldau 2:0 (1:0). Blaszczykowski (33.) war wie schon im ersten Spiel vom Elfmeterpunkt aus erfolgreich, Jakub Wawrzyniak von Legia Warschau (81.) erhöhte kurz vor Schluss.

Vize-Europameister Italien hat mit Mühe den ersten Sieg geschafft. Der viermalige Weltmeister, der am Freitag in Bulgarien nicht über ein 2:2 hinausgekommen war, schlug Außenseiter Malta 2:0 (1:0). Mattia Desto vom AS Rom traf bereits nach fünf Minuten für die Squadra Azzurra, in der Nachspielzeit (90.+2) war Federico Peluso von Atalanta Bergamo erfolgreich.

Frank Lampard hat England vor einer Heimpleite bewahrt. Der Mittelfeldspieler vom FC Chelsea verwandelte in der 87. Minute einen Foulelfmeter zum 1:1 (0:1) gegen die Ukraine. Das Team von Trainer Roy Hodgson, das mit einem 5:0 in Moldau gestartet war, geriet in der 39. Minute durch Jewhan Konopljanka von Dnjepr Dnjepropetrowsk in Rückstand. Kapitän Steven Gerrard vom FC Liverpool sah in der 89. Minute die Gelb-Rote Karte.

Ohne größere Probleme erledigte die Schweiz unter Trainer Ottmar Hitzfeld seine Aufgabe gegen Albanien und feierte mit dem 2:0 (1:0) durch die Treffer des Münchners Xherdan Shaqiri (23.) und Gökhan Inler (68., Foulelfmeter) ihren zweiten Erfolg.

EM-Halbfinalist Portugal gewann gegen das vom ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts gecoachte Team aus Aserbaidschan durch eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte 3:0 (0:0). Die Tore erzielten Silvestre Varela (FC Porto/64.), der erst eine Minute zuvor eingewechselt worden war, Helder Postiga (Real Saragossa/85.) und Bruno Alves (Zenit St. Petersburg/88.).

jar/dpa/sid

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ilsf 12.09.2012
1. Ribéry trifft für Frankreich (?)
Davor hatten 2 andere für Frankreich schon getroffen. Also was soll dieser dämliche Titel? Wenn man noch die ersten Zeilen des Absatzes liest (Angeführt von Bayern Münchens Mittelfeldstar Franck Ribéry ist Frankreich unter seinem neuen Trainer Didier Deschamps mit zwei Siegen gestartet.) dann wird es einem klar: Danke München, dass es dich gibt. Denn ohne Ribéry (der ein sehr guter Fußballer ist, aber es liegt an seinem Talent, nicht weil er in Deutschland spielt - das tut er nur fürs Geld) was wäre sonst Frankreich gelungen? Soll diese Verbindung München-Ribéry die versteckte Aussage sein? Genau, und der deutschen Fußball-Fan-Seele tut es gut - was verständlich ist, wenn man das Dusel-Spiel in Österreich gesehen hat...
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