Pannen am Bau Brasiliens Sportminister bangt um WM-Stadien

Die Warnung ist deutlich: "Wir können nicht in demselben Tempo weitermachen", sagt Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo mit Blick auf die Stadion-Neubauten für die Fußball-WM 2014. Viele Projekte lägen hinter dem Zeitplan - und schon in wenigen Monaten soll die Fifa die Bauten abnehmen.

DPA

São Paulo - Es geht einfach nicht schnell genug voran: Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo befürchtet, dass die Stadien für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in seinem Land nicht rechtzeitig fertig werden. Fünf der sechs im Bau befindlichen Stadien lägen hinter dem Zeitplan, sagte Rebelo am Dienstag (Ortszeit) vor dem Senat in der Hauptstadt Brasília. Die Bauarbeiten müssten intensiver vorangetrieben werden, mahnte er. "Wir können nicht in demselben Tempo weitermachen, ansonsten werden wir nicht rechtzeitig fertig."

Das vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 stattfindende Turnier wird in insgesamt zwölf Stadien ausgetragen. Fünf davon wurden um- und sieben neu gebaut. Von den neu errichteten Spielstätten ist bislang nur Arena Fonte Nova in Salvador fertiggestellt, sechs sind noch im Bau.

Gemäß den Regeln des Fußball-Weltverbands Fifa müssen alle Stadien im Dezember fertig übergeben werden. Bei den Neubauten lägen nur die Bauarbeiten am Stadion in São Paulo im Plan, so der Minister. Das Stadion, in dem am 12. Juni 2014 das Eröffnungsspiel stattfinden soll, ist zu 84 Prozent fertig gestellt. Bei den anderen betroffenen Stadien in Cuiabá, Curitiba, Manaus, Natal und Porto Alegre liege dieser Wert niedriger.

Die Regierung ist aber optimistisch, dass die Stadien noch rechtzeitig fertig werden. Die Bauarbeiten können intensiviert werden, sagte Rebelo. "Wir können die Deadline schaffen, aber dafür müssen wir die Arbeiten beschleunigen."

Seit Monaten werden die Stadien-Bauarbeiten in Brasilien von Pannen und Verzögerungen begleitet. So wurde das weltberühmte Maracanã in Rio de Janeiro erst mit viermonatiger Verzögerung fertiggestellt. Zwischenzeitlich ließ eine Richterin das Stadion sperren. In der Arena Fonte Nova in Salvador war ein Teil des Dachs eingestürzt. Und am Itaquerão-Stadion im Osten São Paulos ruhten die Bauarbeiten zeitweise wegen eines Rechtsstreits.

ham/dpa

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insgesamt 29 Beiträge
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ja-sager 14.08.2013
1. na dann...
Sommermärchen 2.0 in Deutschland. Unsere Stadien sind bereit.
coopms 14.08.2013
2.
Zitat von sysopDPA"Wir können nicht in demselben Tempo weitermachen." Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo ist ernsthaft besorgt, dass die Stadion-Neubauten für die Fußball-WM im kommenden Jahr nicht rechtzeitig fertig werden. Übergabe an die Fifa soll in wenigen Monaten sein. http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-stadien-brasiliens-sportminister-schlaegt-alarm-a-916483.html
Na ja, dieses Spiel gab es bei jeder WM und jeder Olympiade. Und dann ist doch irgendwie alles Fertig.
kampftier 14.08.2013
3. So etwas hätte erst garnicht Gewählt werden dürfen ...
Zitat von sysopDPA"Wir können nicht in demselben Tempo weitermachen." Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo ist ernsthaft besorgt, dass die Stadion-Neubauten für die Fußball-WM im kommenden Jahr nicht rechtzeitig fertig werden. Übergabe an die Fifa soll in wenigen Monaten sein. http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-stadien-brasiliens-sportminister-schlaegt-alarm-a-916483.html
Sorry Brasilien ...Aber eure Finanzlage passt nicht,um solche Sachen zu Stämmen ..
hk1963 14.08.2013
4. Die Schlagzeile gibt es doch bisher bei jeder WM...
...wenn ich mich recht erinnere. Immer ein Jahr vorher: "WM-Stadien in Xyz werden nicht rechtzeitig fertig". Ähnliches für Olympische Spiele und Fußball-Europameisterschaften...
Palisander 14.08.2013
5. Mach mich mal unbeliebt...
aber für mich bleibt das der grösste Schwachsinn auf diesem Planeten was für ein Geld zum Fenster rausgeworfen wird für den Gott "Fussball". Egal ob das fertig wird oder nicht, es ist und bleibt nicht gerechtfertigt. Es handelt sich um ein Spiel. Es dient dem reinem Vergnügen. Klar, es bringt Menschen zusammen und so weiter bla bla bla. Das ist alles schön und gut, aber die Summen die hier tagtäglich für Spieler, Vereine, Stadien, Kampagnen ausgegeben werden könnten wahrlich für intelligentere Massnahmen investiert werden.
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