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Affäre um WM-Vergabe 2006: DFB-Spitze weicht Fragen nach Niersbach aus

Wolfgang Niersbach beim Fifa-Kongress am 26. Februar Zur Großansicht
DPA

Wolfgang Niersbach beim Fifa-Kongress am 26. Februar

Wolfgang Niersbach wusste bereits im Sommer 2015 von der umstrittenen Millionenzahlung im Zusammenhang mit der WM-Vergabe 2006. Der DFB prüft nun, ob er in den Gremien von Fifa und Uefa bleiben kann.

Die Spitze des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) ist Fragen nach einem Rückzug des früheren Präsidenten Wolfgang Niersbach aus den Fifa- und Uefa-Gremien ausgewichen. "Insgesamt wird es diskutiert, sachlich, juristisch und auch personell. Entscheidungen müssen gründlich überlegt sein. Es sollen dazu die entsprechenden Gremien einbezogen werden", sagte DFB-Interimschef Reinhard Rauball bei der Vorlage des Freshfields-Berichts. Für die anstehende Prüfung stellte Rauball einen Zeitraum von mehreren Wochen in Aussicht.

Niersbach war im Oktober 2015 wegen der Affäre um eine falsch deklarierte Zahlung der Organisatoren der WM-Endrunde 2006 in Deutschland von 6,7 Millionen Euro an den Weltverband Fifa zurückgetreten.

Der Freshfields-Bericht belegt, dass Niersbach entgegen früherer Angaben bereits im Juni 2015 Kenntnisse über die ominösen Vorgänge erlangt und eine entsprechende Information der Verbandsspitze abgelehnt hatte. Seine Positionen in den internationalen Verbänden sind persönliche Ämter, sodass der DFB den 65-Jährigen nicht abberufen könnte.

cte/sid/dpa

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