Fußball-Bundesliga Würzburg und HSV streiten um Hollerbach

Er hat zwar bei seinem neuen Verein schon auf der Bank gesessen, aber sein Ex-Klub will ihn noch nicht freigeben: Um Trainer Bernd Hollerbach ist ein Streit zwischen dem HSV und den Würzburger Kickers entbrannt.

HSV-Trainer (?) Bernd Hollerbach
AFP

HSV-Trainer (?) Bernd Hollerbach


Fußball-Drittligist Würzburger Kickers hat nach eigenen Angaben noch keine rechtlich wirksame Einigung mit dem Hamburger SV über die Verpflichtung von Bernd Hollerbach als HSV-Coach erzielt. "Erst am Freitag erhielten wir ein schriftliches und offizielles Angebot des HSV. Ohne auf Details eingehen zu wollen, entspricht dieses allerdings nicht unseren Vorstellungen - und in der Form auch nicht der Wertigkeit der Personalie", sagte Vorstandschef Daniel Sauer in einer Vereinsmitteilung.

Dies habe er dem HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen auch noch einmal mitgeteilt. Vom HSV gab es auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme. Da vom HSV bisher kein neues Angebot eingegangen sei, wollen die Kickers noch am Montag einen konkreten Vorschlag unterbreiten. "Wir werden dem HSV darin eine Frist bis Mittwoch, 31. Januar, 12 Uhr setzen", betonte Sauer.

Bruchhagen hatte am Vortag erklärt, die Klubs hätten bereits eine Lösung gefunden. Geplant sei ein Ablösespiel für Hollerbach in Würzburg. Die Einnahmen blieben bei den Kickers. "Sollte das Spiel nicht zustande kommen, gibt es eine Ausgleichszahlung unsererseits", meinte Bruchhagen. "Das muss Würzburg selbst entscheiden, welche Variante sie möchten."

Eine Einigung zwischen beiden Verein ist nötig, da der 48 Jahre alte Ex-Profi Hollerbach beim ehemaligen Zweitligisten noch unter Vertrag stand, als er von den Hanseaten am vergangenen Montag als Nachfolger von Markus Gisdol bis Juni 2019 verpflichtet wurde. Hollerbach hatte die Würzburger 2016 in die zweite Liga geführt, war aber im Folgejahr mit dem Club abgestiegen und von seinem Amt zurückgetreten. Beim 1:1 bei RB Leipzig saß Hollerbach erstmals auf der HSV-Bank.

aha/dpa



insgesamt 33 Beiträge
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benedetto089 29.01.2018
1.
Ich hab immer gedacht, wenn sie sich beim HSV mit etwas auskennen, dann mit Trainerverpflichtungen... aber scheinbar bekommen sie selbst das nicht mehr hin :)
elisenstein 29.01.2018
2. haben
die Verantwortlichen vom HSV die rechtliche Situation nicht im Vorwege von qualifizierten Fachleuten prüfen lassen können? Augen zu und durch?
shakshirak 29.01.2018
3.
Muss man das verstehen? Ich dachte der Vertrag mit den Würzburgern wäre aufgelöst worden. Haben die dem zurückgetretenen Herrn Hollerbach etwa noch Gehalt gezahlt? Irgendeine Seite muss den Vertrag doch gekündigt haben.
Dummerchen 29.01.2018
4. Mit anderen Worten
Hollerbach kassiert doppelt ab. Und die Spieler des HSV und der Kickers sollen das mit einem Spiel zugunsten des Kickers Vorstandes finanzieren? Den Vorschlag mach ich mal meinem Chef: Ich höre morgen ohne Kündigung auf zu arbeiten, heuere bei einer anderen Firma an, lasse dann meine alten und neuen Kollegen ein paar Überstunden machen, die an meinen ehemaligen Chef ausbezahlt werden. ;-)
tramondi 29.01.2018
5. ... ja, ja, der HSV!!!
Hamburg leistet sich einen Fußballclub, für den - wie er wohl von sich selbst meint - Verträge offenbar nicht gelten. Aber zu Zeiten der Dinos gab es ben noch keine Gesetze. Jeder Provinzverein wäre beim Vertragsabschluß mit einem neuen Trainer intelligenter vorgegangen. HSV - wahrlich Weltstadtniveau.
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