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Absichtliche Gelbe Karte: DFB verzichtet auf Sperren für Junuzovic und Fritz

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Zlatko Junuzovic

Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz müssen wegen ihrer absichtlich herbeigeführten Gelbsperre nur ein Spiel pausieren. Der DFB verhängte gegen das Duo von Werder Bremen keine zusätzliche Sperre.

Werder Bremens Gelbsünder Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz müssen nur ihre reguläre Sperre von einem Spiel beim FC Bayern absitzen. Das DFB-Sportgericht verzichtete bei der mündlichen Verhandlung in Frankfurt am Main auf eine zusätzliche Sperre. Stattdessen wurden sie vom Vorsitzenden Richter Hans E. Lorenz zu einer Geldstrafe von jeweils 20.000 Euro verurteilt.

Ein Grundsatzurteil ist die Entscheidung allerdings nicht. "Die Strafe soll Abschreckungscharakter haben und wir erhoffen uns eine Signalwirkung. Durch ihr Geständnis heute sind die beiden gerade noch von der Klinge gesprungen", sagte Lorenz zum Urteil. Er warnte zugleich Nachahmungstäter, dass sie mit Sperren zu rechnen haben.

Junuzovic und Fritz hatten sich am vorigen Samstag im Spiel gegen Hannover 96 die fünfte beziehungsweise zehnte Gelbe Karte abgeholt. Beide gaben zu, dass dies absichtlich geschah, um die Sperre in der Partie beim Tabellenführer absitzen zu können. Ihnen wurde deshalb unsportliches Verhalten vorgeworfen.

"Es tut mir leid, wenn ich unsportlich agiert habe", sagte Junuzovic. Er dementierte aber seine im TV-Interview getätigte Aussage, dass seine provozierte Verwarnung abgesprochen gewesen sei. "Ich war geflasht von den ganzen Emotionen, denn ich werde Vater und sportlich läuft es für mich wieder gut."

Als Geständnis wertete das Sportgericht auch die Worte von Kapitän Fritz: "Um ehrlich zu sein: Es gibt sicherlich schlechtere Spiele, als gegen Bayern auszufallen." Die Geständnisse wirkten strafmildernd. Fritz und Junuzovic können somit beim kommenden Heimspiel gegen den FSV Mainz wieder mitwirken.

Das DFB-Sportgericht distanzierte sich damit von der Uefa. In den Wettbewerben des europäischen Verbands können "Gelb-Schummler" bereits seit längerer Zeit zusätzlich bestraft werden. 2011 reagierte die Uefa, nachdem es in Champions League und Europa League zu ähnlichen Vergehen gekommen war. Für einen Fall "grober Unsportlichkeit wegen Wettbewerbsverzerrung" werden überführte Täter seither mit einer Sperre von zwei Spielen belegt.

krä/dpa/sid

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insgesamt 41 Beiträge
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    Seite 1    
1. Gut so!
sman1983 11.03.2016
An sich nicht die feine Art, aber ausgerechnet die ehrlichen Spieler zu bestrafen, wäre auch der verkehrte Weg. Vielleicht sollte die Liga einführen, dass man gegen die Bayern nicht gesperrt sein kann ;-).
2. Auf geht's
dotzi123 11.03.2016
Ihr Mainzer !!! . Haut die unsportlichen Bremer weg. Das darf sich nicht auszahlen .
3.
leave_in_silence 11.03.2016
Alles andere wäre ja auch angesichts des massiven Darmstädter Betrugs ein Witz gewesen.
4. 20.000 Euro
kloppskalli 11.03.2016
Satan, 20.000 Euro! das is aber auch nicht wenig. Klar verdienen die viel, aber trotzdem
5. Darmstadt
JBond 11.03.2016
Werden die 5 Spieler von Darmstadt dann auch nachträglich noch bestraft? Die haben ja kein strafmilderndes Geständnis abgegeben - müssten also nochmal härtere Strafen erhalten. Lächerliches scheinheiliges Urteil
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