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Absichtliche Gelbe Karte: Junuzovic relativiert seine Aussagen

Werder-Profi Junuzovic: Zur Großansicht
DPA

Werder-Profi Junuzovic:

Zlatko Junuzovic kann die Aufregung um seine Gelbe Karte nicht verstehen. Der Bremer fühlt sich missverstanden, seine Aussage über eine angebliche "Absprache" soll nur eine dumme Aussage gewesen sein.

Zlatko Junuzovic hat seine Aussagen zu der provozierten Gelb-Sperre relativiert und fühlt sich falsch verstanden. "Ich hätte nie gedacht, dass meine Aussagen in der Euphorie nach dem Spiel eine solche Aufregung nach sich ziehen, eine solche Tragweite bekommen", sagte der Profi von Werder Bremen in einem Interview, das der Bundesligist auf seiner Homepage veröffentlichte. "Es war nie meine Absicht, gegen Regeln zu verstoßen oder mich unsportlich zu verhalten."

Junuzovic und Clemens Fritz hatten beim 4:1-Sieg gegen Hannover 96 ihre fünfte bzw. zehnte Gelbe Karte gesehen und sind damit für das Spiel beim FC Bayern München gesperrt. Mittlerweile ermittelt der DFB wegen unsportlichen Verhaltens. Der Österreicher hatte zugegeben, dass er sich die Sperre absichtlich eingehandelt habe und es eine Absprache gab. "Es war abgesprochen, das gebe ich zu. Es ist besser, ich mache es so, als wenn ich jemandem absichtlich weh tue", hatte der Österreicher beim Pay-TV-Sender Sky gesagt.

Nun versuchte er, das Geschehen zu zurechtzurücken: "Ich war emotional, es war Minuten nach dem Abpfiff. Mir fehlten die richtigen Worte." Er sei "einfach nur froh, dass ich endlich nicht mehr diese Last mit den vier gelben Karten mit mir herumtragen muss". Dies habe ihn in den vergangenen Wochen gehemmt, und dies sei die "sogenannte Absprache" gewesen, von der er sprach. "Es war nicht vorher besprochen, dass ich gegen den FC Bayern fehlen soll. Es waren weder die Trainer, irgendein Betreuer noch Thomas Eichin irgendwie eingeweiht. Es war einfach eine dumme Aussage."

krä/dpa

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1.
comeback0815 07.03.2016
Na also. Damit ist die Sache also geklärt und es dürfte nun für jeden ersichtlich sein, dass Junuzovic nicht unsportlich agiert hat.
2. bin ich doof?
sponooo 07.03.2016
Also wenn die Regeln so sind, wie sie sind, dann kann ich sie doch für mich nutzen! Das weiß doch jedes Kind? Dann muss man halt die Regeln ändern. --- Die sagen jetzt: Nach jeder 5. Gelben Karte musst Du ein Spiel aussetzen, aber nur, wenn Du Dir diese gelbe Karten durch Unsportlichkeit zugezogen hast, aber nicht durch unsportliche Unsportlichkeit. -- Geht's noch?
3. Wie üblich
bauigel 07.03.2016
Früher war man noch Manns genug Fehler auch zuzugeben. Heute wird alles bis aufs letzte gelogen nur um keine Fehler zuzugeben.... ob es nun hier ist.... oder Herr B oder Herr Hoeness oder sonstwo. Ich frage mich wie armselig all diese Männer sein müssen, wenn sie zu feige sind Fehler einzugestehen. Dies passiert in der Regel erst vor Gericht, wenn überhaupt kein anderer Ausweg bleibt.
4. Pfui Spinne!
KingCrimson 07.03.2016
Ich habe keine Ahnung, ob die Aufregung über den AKTUELLEN Fall berechtigt ist, ... ABER: einfach mal schnell ne Sperre zum Spiel gegen Bayern (oder jeden anderen vermeintlich unschlagbaren Gegner) mitnehmen, das Spiel damit abschenken um gegen den übernächsten Verein bessere Chancen zu haben finde ich abscheulich! Vielleicht bin ich einfach nur alt ... :-(
5.
aspro86 07.03.2016
Die Ermittlung gegen ihn und Fritz ist sowieso an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Der DFB ist doch für die Regel mit der Sperre nach 5 gelben Karten zuständig. Was soll daran unsportlich sein, wenn man diese Regel taktisch benutzt? Aber der Vorwurf der Unsportlichkeit ist ja das Totschlagargument gegen jegliche Dinge, die der DFB irgendwie blöd findet, aber keine konkrete Regel dagegen spricht. Zudem kann Junozovic argumentieren, dass es nach der Aktion von Darmstadt in 5(!)-facher Ausführung absolut keine Reaktion des DFB gab, woraus man schlussfolgern kann, dass das kein Regelverstoß darstellt. Im deutschen Recht würde man von gutem Glauben sprechen, aber dass die Sportgerichtbarkeit mit ordentlichen Gerichten wenig zu tun hat, weiß man ja.
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