Von Mike Glindmeier
Löw war sichtlich stolz auf sein Team. Doch wie geht es weiter? Die Europameisterschaft 2012 ist das nächste wichtige Turnier. Die Personalplanungen dafür stehen jetzt an.
Der Bundestrainer hat sich schon vor der Weltmeisterschaft mit dem weiteren Werdegang des Teams beschäftigt. "Natürlich denkt man nicht nur an die Gegenwart, sondern auch an die Zukunft, wenn man Spieler für die Nationalmannschaft auswählt. Die Spieler sollen ja auf lange Zeit etwas Gutes für den deutschen Fußball leisten", hatte Löw vor der WM in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" gesagt.
Und sich damit gegen die zahlreichen Kritiker gewehrt, die ihm vor dem Turnier in die Kaderplanung reinredeten. Beispielsweise in Sachen Stürmerwahl. Auch SPIEGEL ONLINE hatte Löw dafür kritisiert, den Schalker Kevin Kuranyi trotz seiner 18 Ligatreffer zu Hause zu lassen und dafür Bayern-Bankdrücker Klose mitzunehmen. Der erzielte mit vier Toren bei der WM einen Treffer mehr als in der gesamten vergangenen Bundesliga-Saison für den FC Bayern und ließ die Kritiker verstummen.
Auch andere Personalentscheidungen entpuppten sich als Goldgriffe. Der Bundestrainer hielt in der Innenverteidigung an Arne Friedrich fest, obwohl dieser gerade mit Hertha BSC Berlin in die zweite Liga abgestiegen war. Er machte Philipp Lahm zum Kapitän und damit noch stärker. Und er übertrug die Verantwortung nach der Verletzung von Michael Ballack auf Bastian Schweinsteiger, der eine überragende WM spielte.
So holte der Bundestrainer, dessen Zukunft weiter ungewiss ist, das Maximale aus der Mannschaft raus - bis zum Halbfinale gegen Spanien.
SPIEGEL ONLINE wirft einen Blick in die Zukunft: Wer muss bleiben, wer soll gehen, und welche Spieler sollte der Bundestrainer dazuholen, damit es 2012 endlich wieder mit einem Titel klappt?
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