Hamburg - Ligapräsident Reinhard Rauball wird nicht die Nachfolge von Theo Zwanziger als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) antreten. "Ich weiß es zu schätzen, dass mich der eine oder andere ins Gespräch gebracht hat. Für mich gibt und gab es keinerlei Überlegungen in der Richtung", sagte Rauball am Rande der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) am Montag in Frankfurt am Main.
Am Freitag hatte Zwanziger überraschend seinen Rückzug als DFB-Chef im kommenden Jahr angekündigt. Als Kandidaten auf seine Nachfolge gelten nun noch DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und der frühere Präsident des VfB Stuttgart, Erwin Staudt, den Zwanziger selbst ins Gespräch gebracht hatte.
"Ich bin bereit", sagte Staudt der "Bild"-Zeitung. Er bezeichnete die Aufgabe als DFB-Boss in den "Stuttgarter Nachrichten" als "größten Job, den der deutsche Fußball zu vergeben hat. Und ich traue mir diese Aufgabe zu." Am Mittwoch werden Vertreter der Regional- und Landesverbände in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main zusammenkommen, um über die Nachfolge Zwanzigers zu beraten.
Unterdessen hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß einen Funktionsträger der Münchner als Zwanziger-Nachfolger ausgeschlossen. "Wir vom FC Bayern beteiligen uns nicht an dieser Diskussion. Von uns wird sicherlich keiner in Frage kommen", sagte Hoeneß am Montag in München. "Wir glauben, egal wer das macht, ob Niersbach oder ein anderer, dass am Ende eine Lösung herauskommt, mit der wir gut leben können."
ham/dpa/sid/dapd
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