2. Bundesliga Hwang schießt den HSV an die Tabellenspitze

Durch einen Sieg im Nachholspiel bei Dynamo Dresden steht der HSV erstmals auf Platz eins der Zweitliga-Tabelle. Dabei konnten es sich die Hamburger sogar erlauben, einen Elfmeter zu verschießen.

Hee Chan Hwang (l.) und Gotoku Sakai
DPA

Hee Chan Hwang (l.) und Gotoku Sakai


Der Hamburger SV hat zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Tabellenführung in der 2. Bundesliga übernommen. Das Team von Christian Titz gewann das Nachholspiel des 4. Spieltags bei Dynamo Dresden 1:0 (0:0). Das Tor des Tages erzielte Hee-Chan Hwang, der erst zur Pause eingewechselt worden war und 23 Minuten später mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck traf (68. Minute).

Vorangegangen war ein Fehlpass des Dresdner Mittelfeldspielers Ioannis Nikolaou, der Hwang den Ball mit einem Hackentrick im eigenen Strafraum auflegte. Es war der erste Treffer des südkoreanischen Nationalspielers für den HSV, der im Sommer von RB Salzburg nach Hamburg gewechselt war. Bei der WM in Russland war Hwang in allen drei Vorrundenspielen zum Einsatz gekommen, Anfang September hatte er unter anderem an der Seite des ehemaligen Hamburgers Heung-Min Son die Asienspiele gewonnen.

Mit Ausnahme des Treffers sahen die 31.000 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion über weite Strecke eine typische Zweitligapartie. In der ersten Hälfte hatte der HSV mehr vom Spiel, die besseren Chancen erarbeitete sich aber Dynamo. Kurz vor der Pause wären die Gastgeber fast in Führung gegangen, doch ein Tor von Moussa Koné wurde aufgrund einer knappen Abseitsposition zurückgepfiffen (44.).

Lasogga verschießt Foulelfmeter

Nach Hwangs Tor zogen sich die Hamburger weit zurück. Dresden drängte auf den Ausgleich und kam auch zu einer Reihe von Abschlüssen, ernsthaft gefährdet war der Sieg der Gäste aber nie. In der Nachspielzeit hätte Pierre-Michel Lasogga per Foulelfmeter sogar auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber an Dynamo-Keeper Markus Schubert und schob den Nachschuss rechts am leeren Tor vorbei (90.+5). Vorangegangen war ein Foul des eingewechselten Aias Aosman an Khaled Narey an der Strafraumgrenze.

Für den HSV war es der vierte Sieg im fünften Zweitligaspiel. Damit haben die Hamburger als einziges Team zwölf Punkte auf dem Konto. Dynamo steht mit sechs Zählern auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Partie hätte eigentlich am 2. September stattfinden sollen, war aber abgesagt worden, weil in Folge der Krawalle in Chemnitz nicht ausreichend Polizeikräfte verfügbar waren.

Dynamo Dresden - Hamburger SV 0:1 (0:0)
0:1 Hwang (68.)
Dresden: Schubert - Dumic, Hartmann, Hamalainen - Wahlqvist (87. Röser), Benatelli (74. Berko), Nikolaou, Heise - Ebert (74. Aosman), Duljevic, Koné
Hamburg: Pollersbeck - Sakai, Bates, van Drongelen, Santos - Janjicic (87. Lacroix) - Narey, Moritz, Hunt (57. Mangala), Vagnoman (46. Hwang) - Lasogga
Zuschauer: 31.000
Schiedsrichter: Felix Zwayer
Gelbe Karten: Hartmann, Wahlqvist, Ebert / Bates, Janjicic
Besonderes Vorkommnis: Schubert hält Foulelfmeter von Lasogga (90.+5)

mmm



insgesamt 5 Beiträge
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hamburger.jung 18.09.2018
1.
Die Verpflichtung des Koreaners könnte ein entscheidender Schlüssel zum Aufstieg sein. Es dürfte zwischen Hamburg, Köln und Bochum um den direkten Aufstieg gehen. Wird spannend!
blödbacke 18.09.2018
2. 5-4-1??
Dresden hat mit seinem Angsthasenfussball 5-4-1 verdient verloren! "Typische Zweitligapartie"?? Gott, die erste Halbzeit war schrecklich, Dresden hat jedenfalls keinen Fußball gespielt! Ich hoffe, der HSV hat mit den Neuzugängen Leute geholt, die solche Formationen regelmäßig knacken werden. Letztlich hat er vor Titz genauso gespielt und ist darum auch verdient abgestiegen...
Franke aus Hamburg 18.09.2018
3. Puuh,
da gibt's noch viel zu tun für Trainer Titz. Gegen Heidenheim hätte es eine Niederlage geben können und gegen Dresden wäre ein Rückstand auch drinnen gewesen. Früher war der HSV oft knapp am unentschieden dran und hat dann verloren, heute siegen sie knapp. Folge: Platz eins.
troy_mcclure 19.09.2018
4.
Dynamo hat es wie fast alle Mannschaften bisher gemacht: hinten reinstellen und kontern. Und es hat sich gezeigt, dass Lasogga momentan stärker ist, wenn er von der Bank kommt und die Gegner schon müde gespielt sind.
mantrid 19.09.2018
5. Reicht für die 2. Liga
Für die zweite Liga reicht das Niveau des HSV, so dass sie klarer Aufstiegeskandidat sind. Für die erste Liga muss das besser werden, dafür gibt es noch viel zu ungenaue Zuspiele und zu wenig Kreativität. Wenn der HSV das im Laufe der Saison in den Griff bekommt, könnte sich der Abstieg sich als echter Glücksfall herausstellen.
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