Relegation gegen Aue Karlsruhe verpasst Aufstieg in zweite Liga

Der Karlsruher SC bleibt mindestens ein weiteres Jahr drittklassig: Im Relegations-Rückspiel unterlag der Klub dem FC Erzgebirge Aue. Die Gastgeber konnten sich vor allem bei Sören Bertram bedanken.

Marco Thiede (r.) und Mario Kvesic (l.)
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Marco Thiede (r.) und Mario Kvesic (l.)


Der FC Erzgebirge Aue bleibt der zweiten Liga erhalten: Das Team von Trainer Hannes Drews gewann das Relegations-Rückspiel gegen den Karlsruher SC 3:1 (1:1) und vermied dadurch den zweiten Abstieg binnen drei Jahren. Der KSC, der sich in der abgelaufenen Saison hinter Magdeburg und Paderborn auf den dritten Rang gerettet hatte, muss damit mindestens eine weitere Spielzeit in Liga drei verbringen. Das Hinspiel endete 0:0.

Mann des Abends vor 16.000 Zuschauern war Aues Sören Bertram. Der Mittelfeldspieler erzielte alle Tore des dreifachen DDR-Meisters. Zunächst gelang ihm in der 25. Minute der Führungstreffer (25. Minute), im zweiten Durchgang traf er nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Fabian Schleusener (44.) zwei weitere Male (57./75.). Kurz nach seinem Hattrick wurde der 26-Jährige unter großem Applaus ausgewechselt.

Durch die Rettung im Nachsitzen dürfte auch der Ärger, der sich in den vergangenen Tagen in Aue angestaut hatte, langsam vergehen. Grund für den Unmut waren die Vorfälle während der Begegnung bei Darmstadt 98 (0:1) am letzten Zweitliga-Spieltag. Schiedsrichter Sören Storks hatte einen regulären Treffer der Gäste nicht anerkannt und verweigerte Aue zudem zwei Strafstöße. Bei einem Unentschieden hätte Aue den Klassenerhalt vorzeitig sicher gehabt.

Für den KSC ist es hingegen nicht die erste bittere Niederlage in der Relegation. 2015 stand der einstige Uefa-Cup-Teilnehmer und damalige Zweitligist unmittelbar vor der Rückkehr in die Bundesliga. Doch nach einem Last-Minute-Treffer von Hamburgs Marcelo Díaz und einem anschließenden Gegentreffer in der Verlängerung verpasste der Klub den Aufstieg.

Aue gelang 2003 erstmals der Aufstieg in die zweite Liga. Seitdem ist der Klub zweimal abgestiegen (2008, 2015). Der Klub aus dem Erzgebirge ist erst der dritte Zweitligist seit Einführung der Relegation 2009, der den Abstieg in den Entscheidungsspielen verhindern konnte.

Erzgebirge Aue - Karlsruher SC 3:1 (1:1)
1:0 Bertram (25.)
1:1 Schleusener (44.)
2:1 Bertram (57.)
3:1 Bertram (75.)
Aue: Männel -Rappp, Tiffert, Cacutalua - Kalig, Riesee, Fandrich, Kempe - Kvesic (72. Nazarov) - Bertram (78. Munsy), Köpke
Karlsruhe: Uphoff - Bader,Gordonn, Pisot (78. StrohEngell), Föhrenbach - Mehlem (67.Finkk), Wanitzek - Thiede (35.Lorenzz), Muslija - Schleusener, Pourie
Schiedsrichter: Dankert
Zuschauer: 16.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Bertram, Männel - Foehrenbach, Mehlem, Lorenz



insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
Franke aus Hamburg 22.05.2018
1. Der KSC kann
Relegation nicht. Verdient gegen den HSV verloren und gegen Aue abgeschossen worden. Vielleicht klappt es beim nächsten mal. Nach dem Gesetz der Serie müsste es dann die Relegation von der vierten in die dritte Liga sein.
hileute 22.05.2018
2. Schade für den ksc
aber Aue war in beiden Partien doch recht deutlich überlegen und bleibt verdient Zweitklassig. Ich hoffe nur das der KSC finanziell gut genug für ein weiteres Jahr dritte Liga gewappnet ist
andreasm.bn 22.05.2018
3. dem KSC hätte ich es grds. gegönnt, allerdings ist es mehr als eine ..
Genugtuung, dass Aue in der 2. Liga bleibt, so wie die am letzten Spieltag beschissen wurden. So gesehen, ist zumindest im Nachhinein für Gerechtigkeit gesorgt worden.
aufreger1970 22.05.2018
4. Herzlichen Glückwunsch
an Aue von einem Dynamo-Fan! Nächstes Jahr gibt es wieder schöne Derbys!
hamburger.jung 22.05.2018
5.
Als HSV-Fan kann ich nur sagen, dass Karlsruhe 2015 es durchaus verdient gehabt hätte aufzusteigen. Da haben wir Glück gehabt. Beitrag 1 soll wohl Provokation sein. Dieses Mal verdient für Aue. Waren heute besser und das Spiel hatte ordentliches Niveau.
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