2. Fußball-Bundesliga Dresden schießt Fürth in die Bundesliga 

Dynamo Dresden hat zum Abschluss des 31. Spieltags der zweiten Bundesliga Fortuna Düsseldorf geschlagen. Durch den Triumph ist Tabellenführer Greuther Fürth der Aufstieg in die höchste Spielklasse nicht mehr zu nehmen.

Dresdner Profi Koch (vorne): Sieg gegen Düsseldorf
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Dresdner Profi Koch (vorne): Sieg gegen Düsseldorf


Hamburg - Der Spielvereinigung Greuther Fürth ist der erste Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte nicht mehr zu nehmen. Durch den 2:1 (1:1)-Sieg von Dynamo Dresden vor eigenem Publikum über Fortuna Düsseldorf kann die Spielvereinigung nur noch theoretisch von einem der beiden direkten Aufstiegsplätze verdrängt werden.

Vor den letzten drei Zweitligaspielen hat Tabellenführer Greuther Fürth neun Punkte Vorsprung vor dem Dritten SC Paderborn und ein um 31 Treffer besseres Torverhältnis. Das Düsseldorfer Gastspiel in Dresden verfolgte die Fürther Mannschaft gemeinsam im VIP-Raum des eigenen Stadions und feierte den so gut wie geschafften Aufstieg.

"Die Jungs sollen es krachen lassen", sagte Trainer Mike Büskens, der die Düsseldorfer Niederlage als Zuschauer in Dresden verfolgt hatte. "Wir sind überglücklich. Ich war ja schon früh ein Optimist. Es gab in Fürth noch Leute, die haben mir nach dem letzten Spiel eine Wette angeboten, dass wir es wieder nicht schaffen", so Büskens.

"Ein Traum ist wahr geworden"

Der 44 Jahre alte Büskens, der Ende 2009 als Trainer nach Fürth gekommen war, befreite den Club von dem Makel, als "unaufsteigbar" zu gelten. Seit 2001 war Fürth in der zweiten Liga Liga siebenmal Fünfter und einmal Vierter geworden. "Ein Traum ist wahr geworden. Wir sind absolut stolz, dass wir es geschafft haben", sagte Fürths Manager Rachid Azzouzi.

Die Düsseldorfer müssen hingegen um den Relegationsplatz bangen: Fortuna bleibt mit 57 Punkten hinter dem SC Paderborn (58) Vierter. Zlatko Dedic (7.) und Mickael Poté (70.) trafen für Dynamo, Thomas Bröker egalisierte zwischenzeitlich(44.).

Vor 26.367 Zuschauern war Dresden von Beginn an die engagiertere Mannschaft und kam mit der ersten Torchance zur Führung. Beim Doppelpass-Versuch zwischen Dedic und Robert Koch behinderten sich die Düsseldorfer Abwehrspieler Assani Lukimiya und Christian Weber gegenseitig, die Bochumer Leihgabe Dedic schob mühelos zu seinem zwölften Saisontor ein. Der slowenische Nationalspieler und sein Sturmpartner Poté stellten die Hintermannschaft der Gäste in der ersten Halbzeit ein ums andere Mal vor größere Probleme.

An der alten Wirkungsstätte von Düsseldorfs Coach Norbert Meier, der Dynamo von 2006 bis 2007 trainiert hat, fand die Fortuna vor der Pause kaum zu ihrem Spiel. Die in der Hinrunde überragenden Angreifer Maximilian Beister und Sascha Rösler wirkten überspielt. Etwas überraschend fiel der Ausgleich durch Bröker, der Dynamo-Keeper Benjamin Kirsten mit einem Schuss vom Strafraumeck keine Chance ließ.

Nach der Pause war Düsseldorf zunächst dem Führungstreffer näher, ein Distanzschuss von Christian Weber strich nur knapp am Toreck vorbei (57.). Auf der Gegenseite gelang Fortunas Keeper Robert Almer eine Glanzparade bei einem Volleyschuss von Koch (62.). Acht Minuten später war Österreichs Nationaltorhüter machtlos: Nach einem Lattenkopfball von Koch drückte Poté den Abpraller aus kurzer Distanz über die Linie. In der 83. Spielminute traf Düsseldorfs Lukimya nur die Latte.

Dynamo Dresden - Fortuna Düsseldorf 2:1 (1:1)
1:0 Dedic (7.)
1:1 Bröker (44.)
2:1 Pote (70.)
Dresden: Kirsten - Cheikh Gueye, Bregerie, Savic, Subasic - Solga, Papadopoulos (76. Fiel) - Koch, Trojan (86. Schuppan) - Pote, Dedic (88. Jungwirth)
Düsseldorf: Almer - Weber (75. Furuholm), Lukimya-Mulongoti, Juanan, Levels - Lambertz, Oliver Fink - Beister (79. Dum), Bröker - Ranisav Jovanovic, Rösler (68. Ilsö)
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 26.367
Gelbe Karten: Bregerie (7), Koch (7), Trojan (6) - Weber (2), Lambertz (11), Beister (7)

jar/sid/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
Seraphan 16.04.2012
1.
Zitat von sysopGetty ImagesDynamo Dresden hat zum Abschluss des 31. Spieltags der zweiten Bundesliga Fortuna Düsseldorf geschlagen. Durch den Triumph ist Tabellenführer Greuther Fürth der Aufstieg in die höchste Spielklasse nicht mehr zu nehmen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,827952,00.html
Herzlichen Glückwunsch, Greuther Fürth. Dann hoffe ich, dass Büskens noch Trainer ist, wenn sie gegen BVBreitkreutz spielen
zylinderkopf 16.04.2012
2.
I Have A Dream! Beste Grüße aus Paderborn!
schrammmartin@web.de 16.04.2012
3.
Nicht Dresden hat Fürt in die 1. Liga geschossen, sondern Fürth! Im Gegenteil - Dresden hat es mit dem Sieg gegen die SpVgg Anfang des Jahres noch einmal spannend gemacht - und jetzt ein wenig "Wiedergutmachung" geleistet ;-)
bumbewasserzong 16.04.2012
4. Glückwunsch Fürth!
Zitat von sysopGetty ImagesDynamo Dresden hat zum Abschluss des 31. Spieltags der zweiten Bundesliga Fortuna Düsseldorf geschlagen. Durch den Triumph ist Tabellenführer Greuther Fürth der Aufstieg in die höchste Spielklasse nicht mehr zu nehmen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,827952,00.html
Nur Dank der Spieltagssplittung der DFL dumm gelaufen, dass wir Zuschauer leider nicht am Freudentaumel der Fürther teilhaben können. Denn die haben ihren entscheidenden Sieg zum Aufstieg leider schon am letzten Wochenende bestritten. Hätten alle Spiele inklusive dieser beiden, wie früher, parallel stattgefunden, hätten wir nach dem Schlusspfiff tolle Bilder voller Emitionen erlebt, die jedes Fußballerherz höherschlagen lassen. Nun aber haben sich die Fürther erdreistet, entgegen der statistischen Wahrscheinlichkeit schon vor den beiden letzten Spieltagen, den einzigen, an denen alle Spiele gleichzeitig angepfiffen werden, den Sack zuzumachen. Es sind Momente wie dieser heutige, in denen man zumal als Fürther Fan die DFL eigentlich verfluchen müsste, weil sie aufgrund Ihre Salamispieltage statt immer garantiert emotionsgeladener eben mitunter auch rohrkrepiererische Aufstiegsfeiern produziert, die Montag abends alleine auf der Couch statt im Stadion vor laufenden Kameras direkt nach dem Schlusspfiff stattfinden. Recht so, dass ihr von nichts weiter als dem schnöden Mammon beseelten DFL-Funktionäre diesmal mit hoffentlich richtig tiefsitzender Einschaltquotenarmut während derletzten beiden Spieltagen bestraft werdet. Und am Wochenende geht's in Liga 1 ähnlich weiter. Immerhin hat Dortmund dann im Gegensatz zu Fürth die Chance, seine Meisterschaft wenigstens live nach dem Schlusspfiff gegen 19:15 Uhr gemeinsam mit den Fans feiern dürfen. Jedoch die bedaddelten Gesichter der Bayern, die bangen Blicke hoch zur Anzeigentafel - all diese den Fußball berauschenden Momente werden uns Fans vorbehalten bleiben, dem früheren Abpfiff des Bayern-Spiels am Samstag um 17:15 sei "Dank"!
danielitinho 17.04.2012
5.
Zitat von bumbewasserzongNur Dank der Spieltagssplittung der DFL dumm gelaufen, dass wir Zuschauer leider nicht am Freudentaumel der Fürther teilhaben können. Denn die haben ihren entscheidenden Sieg zum Aufstieg leider schon am letzten Wochenende bestritten. Hätten alle Spiele inklusive dieser beiden, wie früher, parallel stattgefunden, hätten wir nach dem Schlusspfiff tolle Bilder voller Emitionen erlebt, die jedes Fußballerherz höherschlagen lassen. Nun aber haben sich die Fürther erdreistet, entgegen der statistischen Wahrscheinlichkeit schon vor den beiden letzten Spieltagen, den einzigen, an denen alle Spiele gleichzeitig angepfiffen werden, den Sack zuzumachen. Es sind Momente wie dieser heutige, in denen man zumal als Fürther Fan die DFL eigentlich verfluchen müsste, weil sie aufgrund Ihre Salamispieltage statt immer garantiert emotionsgeladener eben mitunter auch rohrkrepiererische Aufstiegsfeiern produziert, die Montag abends alleine auf der Couch statt im Stadion vor laufenden Kameras direkt nach dem Schlusspfiff stattfinden. Recht so, dass ihr von nichts weiter als dem schnöden Mammon beseelten DFL-Funktionäre diesmal mit hoffentlich richtig tiefsitzender Einschaltquotenarmut während derletzten beiden Spieltagen bestraft werdet. Und am Wochenende geht's in Liga 1 ähnlich weiter. Immerhin hat Dortmund dann im Gegensatz zu Fürth die Chance, seine Meisterschaft wenigstens live nach dem Schlusspfiff gegen 19:15 Uhr gemeinsam mit den Fans feiern dürfen. Jedoch die bedaddelten Gesichter der Bayern, die bangen Blicke hoch zur Anzeigentafel - all diese den Fußball berauschenden Momente werden uns Fans vorbehalten bleiben, dem früheren Abpfiff des Bayern-Spiels am Samstag um 17:15 sei "Dank"!
find ich jetzt nicht sooo dramatisch, zumal sowohl der fürther aufstieg als auch die dortmunder meisterschaft sich schon etwas länger angebahnt hatten. dafür hab ich in der zweiten liga halt jeden montagabend ein spiel live am fernseher statt nur den kürzestberichten in der sportschau, so wie früher. aber da war ja eh alles besser, oder? mir ist - ehrlich gesagt - eine starke zweite liga (die für diese stärke allerdings auch gewisse erlöse erzielen muss) lieber als eine, in der alle spiele zum gleichen zeitpunkt angepfiffen werden, wo ich diese spiele frei empfangbar aber nur in kurzzusammenfassungen sehen kann. wenn der preis für ein livespiel in der woche eine gewisse zersplitterung der spieltage ist: gerne! zumal ich nicht sehe, dass wir hier verhältnisse haben wie z.b.: in italien, wo dann ein spiel wegen der einschaltquoten in asien am sonntagmorgen ausgestrahlt wird. lg daniel p.s.: glückwunsch an die fürther. die waren jetzt einfach mal dran und verdient ist es eh allemal!!
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