2. Fußball-Bundesliga St. Pauli patzt, Rostock steigt ab

Die Spannung um den Relegationsplatz in der zweiten Liga hält bis zum letzten Spieltag: Eine Partie vor Saisonende dürfen Paderborn, Düsseldorf und St. Pauli noch vom Aufstieg träumen. Die Hamburger mussten aber einen Rückschlag hinnehmen. Im Abstiegskampf hat Rostock die letzte Chance verspielt. 

Bongarts/Getty Images

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Hamburg - Zwei Aufsteiger in die Bundesliga standen bereits seit einer Woche fest - die 2. Fußball-Bundesliga bleibt dennoch bis zum Schluss spannend. Das Rennen um den Relegationsplatz entscheidet sich erst am kommenden Sonntag. Am 33. Spieltag haben sich jedoch die Gewichte zwischen den drei in Frage kommenden Teams noch einmal verschoben. Während der FC St. Pauli durch eine 0:1-Niederlage in Dresden an Boden verlor, punktete die Konkurrenten Fortuna Düsseldorf (1:1 in Fürth) und Paderborn (1:0 gegen den FSV Frankfurt).

Düsseldorf liegt jetzt punktgleich mit Paderborn auf Rang drei. Beide haben 61 Zähler gesammelt. St. Pauli liegt zwei Punkte zurück, hat aber den Vorteil, in der kommenden Woche Paderborn am Millerntor zum direkten Aufstiegsduell zu empfangen. Düsseldorf hat die beste Ausgangsposition, am kommenden Sonntag ist der MSV Duisburg zu Gast.

Im Abstiegskampf ist eine erste Entscheidung gefallen: Hansa Rostock muss zurück in die Drittklassigkeit. Der frühere Bundesligist wehrte sich zwar bei Union Berlin nach Kräften, verlor in einem turbulenten Match jedoch 4:5 (3:3) und hat jetzt keine Möglichkeit mehr, den direkten Abstieg noch abzuwenden. Dagegen wahrte das bisherige Schlusslicht Alemannia Aachen seine letzte Chance durch einen 1:0-Erfolg über den Drittletzten Karlsruher SC. Der KSC schwebt nach der Niederlage mit jetzt 30 Punkten weiter in akuter Abstiegsgefahr - Aachen ist auf zwei Zähler an die Karlsruher herangekommen. Karlsruhe hat noch Aufsteiger Eintracht Frankfurt zu Gast, Aachen muss zu 1860 München.

Frankfurt zeigte keine große Motivation mehr

Nimmt man die Vorstellung der Eintracht vom Sonntag als Maßstab, hat der KSC die bessere Ausgangsposition. Frankfurt, das den Erstliga-Aufstieg in der Vorwoche perfekt gemacht hatte, enttäuschte im letzten Heimspiel gegen 1860 und verlor verdient 0:2 durch Treffer von Kevin Volland (17. Minute) und Vallori (21.). Der Frankfurter Constant Djakpa sah zudem noch die Rote Karte. Nach der Partie kam es zu leichten Ausschreitungen, als Eintracht-Fans den Rasen stürmten und einige von ihnen in den Gästeblock drängten. Die Polizei bildete vor den Gäste-Fans eine Blockade und ging teilweise mit Wasserwerfer gegen die Hooligans vor.

Die Eintracht hat damit die Tabellenführung an Mitaufsteiger Spielvereinigung Greuther Fürth wieder abgegeben. Das Team von Mike Büskens überzeugte trotz des 1:1-Remis gegen Düsseldorf im Spitzenspiel und war über weite Strecken das überlegene Team. Christopher Nöthe brachte Fürth nach 34 Minuten in Führung, Ken Ilsö glich nach einer Stunde Spielzeit aus.

Das Unentschieden brachte die Fortuna im Rennen um Platz drei wieder in Vorteil gegenüber Paderborn. Der SC erledigte seine Pflichtaufgabe durch einen 1:0-Erfolg über den FSV Frankfurt. Mehmet Kara erzielte das Tor des Tages.

Nur einen Treffer erlebten auch die Zuschauer in Dresden - der könnte aber für das Aufstiegsrennen entscheidend gewesen sein. Robert Koch köpfte Dynamo in der 54. Minute völlig freistehend vor dem Tor zum Sieg über den FC St. Pauli. Hamburg hatte zwar auch gute Einschuss-Chancen, blieb aber vor dem Tor zu harmlos.

Die übrigen Resultate des 33. Spieltages: Der VfL Bochum bezwang Eintracht Braunschweig 2:0, der MSC Duisburg besiegte Erzgebirge Aue 2:1, und der Fc Ingolstadt behielt 1:0 über Energie Cottbus die Oberhand.

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germanvirgin 29.04.2012
1.
werden also Ausschreitungen im deutschen Fussball bewertet. Bei Frankfurt heisst es " leichte Ausschreitungen", obwohl Wasserwerfer noetig waren. Fuer Ostclubs heisst es fuer den gleichen Fall :Bestrafung, Zwangsabstieg, Sperrung fuer immer oder Stadionsperrung fuer Fans. Wow pfui Deutschland und dein korrupter Fussball
calimero291 30.04.2012
2.
Ich weiss ja nicht welches Spiel ihr Redakteur gesehen hat aber ich habe im und um das Stadion keine Wasserwerfer gesehen! Das der Platz gestürmt wurde und eine handvoll chaoten keine ruhe geben wollten und diese eben zur ruhe "gezwungen" wurden was völlig in Ordnung war. Und die Fans drängten nicht in den Gästeblock (der war erstens zu und zweitens standen am und um den Gästeblock genug Polizisten) die paar Chaoten sind auf den zu gerannt und wurden rechtzeitig gestoppt. Ich frage mich warum die Presse sowas immer noch aufheizen muss und in diesem Fall unwahrheiten schreiben muss. Bitte zeigen Sie Bilder wo die Wasserwerfer zusehen sind! Zufällig war ich nur einige Meter vom Gästeblock entfernt! Sowas nervt einfach nur
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