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Sieg gegen Brasilien Solos Paraden bringen USA ins Halbfinale

Brasilien vs. USA: Solo feiert, Marta trauert
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Getty Images

Die USA haben das Duell der Top-Favoriten gewonnen: Brasilien drehte zwar zwischenzeitlich das Spiel gegen die US-Amerikanerinnen, doch Star-Angreiferin Abby Wambach rettete ihr Team ins Elfmeterschießen. Dort wurde Torhüterin Hope Solo zur gefeierten Heldin. 

Hamburg - Die Dauer-Weltfußballerin Marta schoss zwei Tore gegen die USA, leitete mit einer Weltklasse-Aktion den zwischenzeitlichen Ausgleich ein und zog in der ewigen WM-Torjägerliste mit Birgit Prinz gleich (beide 14 Treffer).

Doch die Spielerin der Viertelfinalpartie zwischen den USA und Brasilien hieß Solo. Hope Solo. Die US-Torhüterin parierte im Elfmeterschießen gegen Daiane und rettete den USA einen 7:5 (2:2, 1:1, 1:0)-Sieg und damit den Einzug ins WM-Halbfinale gegen Frankreich (Mittwoch 18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Dem US-Team von Trainerin Pia Sundhage war ein früher Treffer zum 1:0 geglückt. Brasiliens Abwehrspielerin Daiana hatte bereits in der zweiten Minute eine Hereingabe von Shannon Boxx ins eigene Tor abgefälscht. Marta traf per Elfmeter zum 1:1 (68. Minute) ehe sie mit ihrem Treffer in der Verlängerung (92.) Brasilien in Führung schoss. Für wütende Proteste der US-Amerikanerinnen sorgte eine Entscheidung der Schiedsrichterin, die den Strafstoß nach missglücktem ersten Versuch wiederholen ließ (Solo hatte zunächst gegen Cristiane gehalten). In der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+2) sorgte US-Starangreiferin Abby Wambach für den erneuten Ausgleich und rettete ihr Team ins Elfmeterschießen.

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das ist unglaublich. Wir geben nie auf, wir bleiben immer dran, keine lässt sich hängen", sagte Wambach nach dem Triumph.

Bei Brasilien lief von Beginn an fast jeder Angriff über Marta - doch ein Garant für ansehnliches Offensivspiel war auch sie nicht. Vor gut 25.000 Zuschauern im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion unterliefen den sonst technisch starken Südamerikanerinnen viele leichte Fehler, Pässe landeten oft beim Gegner und auch die wenigen Torchancen von Aline (22.) und Cristiane (36.) waren meist Zufallsproduktionen. Fabianas Hereingabe nach Amy Rodriguez' Fehler lenkte die erneut starke US-Torhüterin Solo an die Latte (38.).

Marta trifft zum Ausgleich - die USA protestieren

Im Angriff gelang den US-Amerikanerinnen nach der glücklichen frühen Führung zunächst kaum noch etwas. Star-Angreiferin Abby Wambach zwang Brasiliens Torfrau Andreia mit ihrem Kopfball zu einer guten Parade (zwölfte Minute). Ein Distanzschuss von Amy LePeilbet ging knapp am Tor vorbei (17.).

Nach der Pause dominierten die Brasilianerinnen im Mittelfeld, doch besonders Marta schien mit dem harten Körpereinsatz der US-Amerikanerinnen nicht zurecht zu kommen. Die 25-Jährige beschwerte sich regelmäßig bei Schiedsrichterin Jacqui Melksham und sah noch vor Ende der ersten Halbzeit die Gelbe Karte von der Australierin. Das Dresdner Publikum bedachte die 25-Jährige zu diesem Zeitpunkt bereits ob ihrer Meckereien mit Pfiffen.

Nach einer Stunde hatte Torhüterin Solo dann Probleme bei einem Schuss von Cristiane, die US-Amerikanerin rettete erst im Nachfassen vor der heranstürmende Marta. Noch deutlich knapper ging es auf der Gegenseite zu: Carly Loyd köpfte eine Freistoßflanke an die Latte (63.). Doch statt des 2:0 hieß es drei Minuten später 1:1. Marta setzte sich überragend gegen zwei Gegnerinnen durch, US-Verteidigerin Rachel Buehler hielt die Brasilianerin fest, Melksham entschied auf Elfmeter und Rote Karte gegen Buehler.

Solo faustete Cristianes Strafstoß weg und ließ sich feiern. Doch Melksham wollte erkannt haben, dass sich die Torhüterin zu früh auf der Linie bewegt hatte und ließ zum allgemeinen Unverständnis den Elfmeter wiederholen. Die aufgebrachte Solo sah zudem die Gelbe Karte. Im zweiten Versuch verwandelte Marta dann sicher zum Ausgleich.

Entscheidung im Elfmeterschießen

Am Spielverlauf änderte sich nach dem Tor zum 1:1 wenig, den USA gelang im Aufbau wenig, die hohen Bälle auf Wambach brachten keinen Erfolg. Die Brasilianerinnen kombinierten besser, aber nur bis zum Strafraum. Bis zum Abpfiff der regulären Spielzeit blieb es beim Unentschieden.

Bereits in der zweiten Minute der Verlängerung traf Marta dann zum 2:1. Maurine wurde auf der Außenbahn von vier Gegenspielerinnen kaum beim Flanken gestört, in der Mitte verlängert Marta den Ball per Drop Kick ins lange Eck - keine Chance für Solo. Fünf Minuten später parierte Andreia stark gegen Wambach, die von der Strafraumgrenze abgezogen hatte.

Das gleiche Duell brachte die USA dann doch noch ins Elfmeterschießen. Andreia unterlief eine Flanke von Megan Rapinoe, Wambach drückte den Ball in der zweiten Minuten der Nachspielzeit der Verlängerung über die Linie.

Im Elfmeterschießen wiederholten sich die Geschehnisse aus der regulären Spielzeit: Andreia hielt gegen Boxx - doch Melksham ließ die US-Amerikanerin erneut antreten. Diesmal sollte sich Andreia zu früh auf der Linie bewegt haben. Im zweiten Versuch verwandelte Boxx dann. Solo parierte in der Folge gegen Daiane, Alex Krieger verwandelte dann den entscheidenden Elfmeter.

Brasilien - USA 5:7 n. E. (2:2, 1:1, 0:1)
0:1 Daiane (2., Eigentor)
1:1 Marta (68., Foulelfmeter)
2:1 Marta (92.)
2:2 Wambach (120.+2)
Elfmeterschießen
0:1 Boxx
1:1 Cristiane
1:2 Lloyd
2:2 Marta
2:3 Wambach
2:4 Rapinoe
3:4 Francielle
3:5 Krieger
Brasilien: Andreia - Aline, Daiane, Erika - Formiga (113. Renata), Ester - Fabiana, Maurine - Christiane, Rosana (85. Francielle), Marta
USA: Solo - Krieger, Buehler, Rampone, LePeilbet - LLoyd, Boxx, O'Reilly (108. Heath), Cheney (55. Rapinoe) - Wambach, Rodriguez (72. Morgan)
Schiedsrichterin: Jacqui Melksham (Australien)
Zuschauer: 25.598 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Aline, Marta, Maurine, Erika / Lloyd, Solo, Rapinoe, Boxx
Rote Karten: - / Buehler (66.)
Besonderheiten: Solo pariert Foulelfmeter von Cristiane - Marta verwandelt Wiederholung (68.)

luk

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insgesamt 5192 Beiträge
krafts 29.11.2010
Ich gehe mal davon aus, dass die Frauen-WM auch im eigenen Land nicht mit der von 2006 vergleichen kann. Auch bei vielen Fußballinteressierten wird sich das Interesse ziemlich in Grenzen halten.
Zitat von sysopWird die Stimmung so ausgelassen sein wie 2006?
Ich gehe mal davon aus, dass die Frauen-WM auch im eigenen Land nicht mit der von 2006 vergleichen kann. Auch bei vielen Fußballinteressierten wird sich das Interesse ziemlich in Grenzen halten.
Kanzla87 29.11.2010
Aus welchem Grund?
Zitat von kraftsIch gehe mal davon aus, dass die Frauen-WM auch im eigenen Land nicht mit der von 2006 vergleichen kann. Auch bei vielen Fußballinteressierten wird sich das Interesse ziemlich in Grenzen halten.
Aus welchem Grund?
Rockker 29.11.2010
Ein Wettbwerb aus der Kategorie *EIKS, aber dank den deutschen Medien wird er gehypt zu dem nächsten unsänglichen "Sommermärchen" wo die deutsche NM, alle Gegner sowieso mit 22:0 schlagen wird... *Eigentlich [...]
Ein Wettbwerb aus der Kategorie *EIKS, aber dank den deutschen Medien wird er gehypt zu dem nächsten unsänglichen "Sommermärchen" wo die deutsche NM, alle Gegner sowieso mit 22:0 schlagen wird... *Eigentlich Interessiert Keine Sau
Flosse 29.11.2010
Die Stimmung wird wohl kaum so ausgelassen sein wie 2006, weil es auch einfach viel kleinere Stadien sind. Das Medieninteresse wird da sein, aber ob die Fans so mitziehen? Zu wünschen wäre es. Ich fände es übrigens auch [...]
Zitat von sysopVom Sommermärchen 2006 schwärmen die Fans noch heute. Was bringt die nächste Fußball-WM in Deutschland?
Die Stimmung wird wohl kaum so ausgelassen sein wie 2006, weil es auch einfach viel kleinere Stadien sind. Das Medieninteresse wird da sein, aber ob die Fans so mitziehen? Zu wünschen wäre es. Ich fände es übrigens auch klasse, wenn mal die Herren-N-11 gegen die Damen-N-11 spielen würde. Vor vier Jahren waren die Frauen zumindest spielerisch überlegen...
CaptainSubtext 29.11.2010
mmmmh. Wenn die Damenelf noch nicht mal in der Lage ist gegen eine Vereins-B-Jugend zu gewinnen, wieso.....?
Zitat von FlosseIch fände es übrigens auch klasse, wenn mal die Herren-N-11 gegen die Damen-N-11 spielen würde. Vor vier Jahren waren die Frauen zumindest spielerisch überlegen...
mmmmh. Wenn die Damenelf noch nicht mal in der Lage ist gegen eine Vereins-B-Jugend zu gewinnen, wieso.....?
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