Rom - Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa soll der Giro-Sieger von 2000 auf der Etappe von Köln nach Lüttich das verbotene Präparat "Probenecid" eingenommen haben. Dies sei ein Mittel gegen Gicht, das den Nachweis anderer Dopingmittel bei Kontrollen erschwere und in Italien nicht im Handel erhältlich sei. Die B-Probe sei noch nicht analysiert. Garzellis Rennstall Mapei bestätigte den Befund. Ein Jahr nach der größten Doping-Razzia in der Geschichte des Radsports gerät der Giro damit wieder in die Schlagzeilen.
In Italien ging man am Samstagmorgen trotz der ausstehenden B-Probe davon aus, dass der 28-Jährige zur sechsten Etappe nicht mehr antreten wird. "Er hat natürlich keine große Lust mehr", erklärte der Mapei-Verantwortliche Aldo Sassi.
Garzelli hatte die Etappe von Köln nach Lüttich am vergangenen Montag gewonnen und damit das rosa farbene Trikot des Spitzenreiters übernommen. Auch die erste Etappe in Italien hatte Garzelli am Freitag in Limone Piemonte für sich entschieden.
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