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06.07.2004
 

Tour de France

Armstrong foult Mayo

Jean-Patrick Nazon hat die dritte Etappe der Tour de France gewonnen, Lance Armstrong dagegen Sympathien verloren. Der US-Postal-Kapitän verschärfte nach dem Sturz des Rivalen Iban Mayo das Tempo und auch Jan Ullrich und T-Mobile schlossen sich ihm an. Nazon triumphierte im Schlussspurt knapp vor Erik Zabel und Robbie McEwen.

Tempoverschärfung: Lance Armstrong (r., mit Jan Ullrich)
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DPA

Tempoverschärfung: Lance Armstrong (r., mit Jan Ullrich)

Hamburg - Euskaltel-Profi Mayo, der seit seinem Sieg bei der Dauphiné Libéré als einer der großen Armstrong-Konkurrenten gilt, war kurz vor der ersten Kopfsteinpflaster-Passage zu Fall gekommen.

Unmittelbar nach dem Sturz des Spaniers gab der fünffache Tour-Sieger Armstrong dann das Zeichen an seine Teamkollegen, das Tempo zu verschärfen. Der US-Postal-Attacke fielen neben Mayo auch Illes Balears-Banesto und Crédit Agricole mit dem bisherigen Träger des Gelben Trikots, Thor Hushovd, zum Opfer.

Im Ziel hatte Mayo, den bei der letztlich erfolglosen Aufholjagd fünf Teamkollegen unterstützten, 3:53 Minuten auf den Tour-Favoriten verloren - ein Rückstand, der selbst für einen Bergspezialisten wie Mayo schwer aufzuholen sein wird. "Damit habe ich die Tour verloren", erklärte er völlig frustriert, selbst ein Platz auf dem Podium ist jetzt kaum noch zu schaffen. Eigentlich kann mein Ziel nur noch ein Etappensieg sein", sagte Mayo.

Bei Jan Ullrich, selbst einer der Favoriten dieser Tour, hielt sich das Bedauern über den Absturz des Spaniers auf Platz 101 der Gesamtwertung in Grenzen: "Das war natürlich Pech für Mayo, aber wir mussten die Chance nutzen. In den Bergen kann man ihm kaum Zeit abnehmen, deshalb war es wichtig, das hier zu tun", sagte der T-Mobile-Kapitän im Ziel. Sein Team hatte nach der ersten Offensive von Armstrong eine Allianz mit US Postal und Phonak gebildet.

Den Etappensieg holte sich Jean-Patrick Nazon. Der Franzose vom Team Cofidis setzte sich mit einer Radbreite gegen Erik Zabel (T-Mobile) durch. Dritter wurde der Australier Robbie McEwen, der sich morgen dank der Zeitgutschrift das Gelbe Trikot überstreifen darf.

Auch Jens Voigt hatte lange Zeit Hoffnung auf den ersten deutschen Etappensieg bei dieser Tour gemacht. Bereits fünf Kilometer nach dem Start ergriff der CSC-Profi zusammen mit Bram de Groot (Rabobank) die Flucht - sie dauerte insgesamt 160 Kilometer. Unterwegs gewann der Deutsche zwei Sprintwertungen und fuhr zeitweise sogar im virtuellen Gelben Trikot; in der Gesamtwertung verbesserte sich Voigt trotz des missglückten Ausreißversuchs auf den dritten Platz.

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