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Athen ? "Der Name von Arash Miresmaeili wird in die iranische Geschichte eingehen als ein Quelle des Stolzes für das Land", lobte Irans Staatspräsident Mohammad Khatami den Athleten. "Das großartige Handeln und die Selbstaufopferung unseres Champions, der auf eine sichere Olympiamedaille aus Protest gegen Massaker, Terror und Besetzung verzichtet hat, ist eine nationale Ruhmestat."
Auch Gholam-Ali Haddad-Adel, Sprecher des iranischen Parlaments, gratulierte dem Verweigerer für seine "tapfere Entscheidung". Vize-Sportchef Ali Kafashian schlug vor, Miresmaeili mit einem speziellen Preis zu ehren.
Miresmaeili, Fahnenträger seines Landes, hatte schon vor Tagen angekündigt, gegen keinen Athleten aus Israel antreten zu wollen. Mit seinem Boykott wollte er gegen die israelische Haltung im Nahostkonflikt protestieren.
Noch am Samstag hatte der iranische Judo-Verbandspräsident Mohamad Derakhshanmombarakeh den Startverzicht dementiert und gegenüber dem Judo-Weltverbandes (IJF) und dem IOC in einer schriftlichen Note bestätigt, dass der Athlet antreten werde.
Das IOC will sich vorerst nicht einschalten: "Es ist nicht unsere Linie, in die Hoheit der autonomen Weltverbände einzugreifen, bevor dort der Fall behandelt wurde", sagte IOC-Vize Thomas Bach. Der IJF kündigte an, noch heute über Sanktionen beraten zu wollen.
Miresmaeili war zwar heute Morgen zum Wiegen erschienen, wog aber zu viel. ?Wie viel Kilogramm er über dem Limit lag, wissen wir nicht", sagte der französische IJF-Sprecher Michel Brousse. Der favorisierte Iraner hätte im Halbleichtgewicht maximal 66 Kilogramm auf die Waage bringen dürfen. Vermutlich hat der Weltmeister von 2001 und 2003 nicht mehr versucht, das Kampfgewicht zu erreichen, nachdem er wusste, dass er gegen einen Israeli kämpfen würde.
Gegner hoffte auf Meinungsänderung
"Ich hatte gehofft, dass er seine Meinung ändern würde, und ich gegen ihn kämpfen kann. Auch wenn ich kaum eine Chance gehabt hätte", sagte Vaks, "so in die nächste Runde zu kommen, ist unbefriedigend. Politik hat auf einer Judo-Matte nichts zu suchen." Mit Verständnislosigkeit reagierte auch der deutsche Judo-Bundestrainer Frank Wieneke: "Ich kann das nicht verstehen. Sollten die politischen Gründe dafür verantwortlich sein, wäre das sehr schlecht für unseren Sport. Gerade hier bei den Olympischen Spielen."
Vor Miresmaeili war Leichtgewichtler Hamed Malekmohammadi bei der WM 2001 in München disqualifiziert worden, weil er nicht gegen den Israeli Yoel Razvozov kämpfen wollte.
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