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21.08.2004
 

Olympia in Athen

Razzia beim Dopingtrainer

Der Dopingskandal um den griechischen Sprinttrainer Christos Tzekos weitet sich aus. Bei einer Razzia in den Räumen des Trainers wurden in der vergangenen Nacht 1400 Packungen mit verbotenen Substanzen gefunden.

Ermittler im Tzekos-Lager: 1400 Packungen Doping
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Ermittler im Tzekos-Lager: 1400 Packungen Doping

Athen - Zunächst standen die Beamten der griechischen Arzneimittel-Behörde (EOF) gestern vor verschlossenen Türen. Die Büros und Lagerräume von Christos Tzekos waren verschlossen, der ehemalige Trainer der Sprinter Kenteris und Thanou unauffindbar. Die Polizei brach daraufhin in das Lager ein und stellte dort rund 1400 Packungen mit überwiegend ephedrin- und steroidhaltigen Substanzen sicher. Das berichteten übereinstimmend die Athener Radiostationen heute Morgen.

Der griechische Gesundheitsminister Nikitas Kaklamanis hatte die Kontrolle ausgelöst. In einem Radio-Interview hatte er vorgestern gesagt, dass er eine "sehr interessante" Tzekos-Akte der EOF entdeckt und der Staatsanwaltschaft zugeleitet habe.

Polizist mit Dopingpackungen: "Sehr interessante Akte"
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Polizist mit Dopingpackungen: "Sehr interessante Akte"

Aus der Akte ergibt sich, dass die EOF bereits am 19. April 2003 bei einer nicht angekündigten Kontrolle in den Büros des Trainers 640 Packungen mit Gesundheitsgefährdenden Mitteln wie Anabolika entdeckt hatte. Tzekos soll verschiedene Trainingsgruppen und Klubs mit bis zu 350 Ampullen versorgt haben. Damals hatte die EOF eine Geldstrafe von 14.800 Euro verhängt, zu einem Gerichtsverfahren war es allerdings nicht gekommen.

Die bei Tzekos gefundenen Steroide sind in Griechenland nicht grundsätzlich verboten. Der Handel mit den Substanzen darf aber nur mit einer besonderen Lizenz stattfinden, die der Trainer nicht hatte.

Nachdem der Doping-Skandal in der griechischen Olympia-Mannschaft immer größere Formen annimmt, soll der Teamchef der Gastgeber, Ioannis Papadogiannakis in der vergangenen Nacht zurückgetreten sein. Wie der Athener Nachrichtensender SKAI berichtet, sei der Rücktritt vom griechischen NOK aber nicht angenommen worden.

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