Falmouth - Ganz allein war MacArthur in ihrem Trimaran unterwegs gewesen. Jetzt kreuzte sie die imaginäre Ziellinie zwischen der bretonischen Küste und der englischen Südküste. Von diesem Punkt aus war die weltbeste Seglerin bereits am 29. November auf ihre Rekordfahrt gestartet.
Mit 71 Tagen, 14 Stunden, 18 Minuten und 33 Sekunden brach MacArthur den erst im vergangenen Jahr aufgestellten Rekord des Franzosen Francis Joyon, der bei 72 Tagen, 22 Stunden, 54 Minuten und 22 Sekunden lag. Mehr als 50.000 Kilometer legte die Engländerin zurück. Stürmen und unberechenbaren Wetterzonen trotzte sie ebenso wie Mastschäden und zerfetzten Segeln.
Vor allem die letzten Tage der Fahrt um den Globus hatten der Seglerin noch einmal alles abverlangt. Aufgewühlte See und wechselnde Winde machten ein Vorankommen fast unmöglich. Nun erwartet die 28-jährige Weltrekordlerin im Hafen von Falmouth im englischen Cornwall eine begeisterte Menge.
"Ich freue mich sehr darauf anzukommen, meine Freunde, Familie und Fans wieder zu sehen", schrieb MacArthur auf ihrer Homepage. "Es war eine sehr sehr lange Reise - und dazu noch eine außerordentlich Kräfte zehrende."
Im vergangenen Jahr wurde MacArthur von der Queen mit dem Orden "Member of the British Empire" ausgezeichnet, die Franzosen bewundern ihre Segelkunst wie einst die von Lord Nelson und feiern sie als beliebteste Britin seit Jane Birkin. Ihre Fahrten durch die Ozeane betrachtet sie selbst als Liebeserklärungen an das Meer.
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