Pal-Arinsal/Andorra - Ullrich hatte nach 237,7 Kilometern als 17. 47 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Leonardo Piepoli (Italien) vom spanischen Saunier-Team und bestand damit den ersten Härtetest dieser Saison.
"Ich habe mich im Rennen wie schon an den Vortagen sehr gut gefühlt und konnte ohne Probleme vorne mitfahren. Dabei bin ich noch nicht ans Limit gegangen, denn schließlich muss ich hier ja nicht gewinnen", sagte Ullrich, "natürlich ist das Rennen gerade in den Bergen schwer, aber das ist ja auch der Sinn der Sache."
Neben Ullrich konnte auch Teamkollege Francisco Lara aus Spanien an der Spitze mitfahren. "Es ist erfreulich, wenn man auf so einer Etappe am Ende zwei Fahrer vorne drin hat. Jan war kurz nach den ersten Fahrern im Ziel, damit ist er voll im Soll. Er hat gezeigt, dass er auch in den Bergen schon mithalten kann", sagte der sportliche Leiter des T-Mobile-Teams Mario Kummer.
Bei der vorletzten Bergwertung am Coll de Montaup (1990 m) fuhren die Fahrer bereits knapp an die 2000-m-Grenze heran. "Das war schon eine aussagekräftige Prüfung, die mich für die weitere Vorbereitung auf die Tour optimistisch macht", so Kummer.
Derweil übernahm der Ukrainer Jaroslaw Popowitsch (Discovery Channel) durch seinen zweiten Platz im Tagesklassement die Führung in der Gesamtwertung vom spanischen Vorjahressieger Miguel Martin Perdiguero.
Bereits am Freitag wartet der nächste wichtige Test auf Ullrich, wenn in Andorra ein 17,1 km langes Bergzeitfahren auf dem Programm steht. Vom 1300 m hoch gelegenen Sornas geht es 900 Höhenmeter hinauf nach Arcalis, wo Ullrich 1997 den Grundstein für seinen Toursieg gelegt und das Gelbe Trikot erobert hatte. "Nach Arcalis komme ich immer gerne wieder zurück. Das sind schöne Erinnerungen für mich."
Am Sonntag endet die Katalonien-Rundfahrt, danach stehen für Ullrich noch drei weitere Rennen bis zum Tourstart am 2. Juli auf dem Programm. Neben dem entscheidenden Test bei der Tour de Suisse (11.-19. Juni) tritt der Wahl-Schweizer auch bei den Grand Prix im Schwarzwald (4. Juni) und im eidgenössischen Gippingen an.
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