Leipzig - Nach dem 2:3 im Halbfinale gegen Spanien hat sich die neu formierte deutsche Hockey-Mannschaft mit dem 9:1 (4:1)-Erfolg im kleinen Finale den Frust von der Seele geschossen. "Der Abschluss war sehr gut, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte Bundestrainer Bernhard Peters. "Ich war sehr unzufrieden nach dem Spanien-Match. Wir müssen in allen Mannschaftsteilen zehn Prozent besser werden, so Peters.
Ein Jahr vor der Heim-WM in Mönchengladbach sah Teamkapitän Timo Weß seine mit neun U 23-Spielern verjüngte Truppe "auf sehr gutem Entwicklungsweg. Wir sind noch nicht optimal eingespielt und können mit der EM zufrieden sein."
Gegen Belgien zeigten sich die EM-Gastgeber gut erholt von der Niederlage gegen Spanien. Dreifacher Torschütze war Florian Keller, der während des gesamten Turniers fünfmal traf und damit bester deutscher Torschütze war. Trotzdem hielt sich seine Freude in Grenzen: "Ich hätte so gerne im Endspiel gestanden, aber wir waren im entscheidenden Moment nicht stark genug."
Durch ein 4:2 gegen die Niederlande haben sich Spaniens Hockey-Herren zum ersten Mal seit 31 Jahren wieder den Titel EM-Titel gesichert. Santiago Freixa (68.) mit einem verwandelten Siebenmeter und zweimal Pol Amat (69. und 70.) wandelten in den letzten drei Spielminuten noch den spanischen 1:2-Rückstand in einen glücklichen Sieg um. Nach Freixas Führungstreffer (36.) waren zuvor die Niederländer durch Karel Klaver (47.) und den siebten Treffer von EM-Torschützenkönig Taeke Taekema (62.) in Führung gegangen.
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