Val d'Aran - Das Trio hatte sich am Schlussanstieg aus der Gruppe der Favoriten abgesetzt. Auch der beste Deutsche, Andreas Klöden vom Team T-Mobile, musste am letzten Berg des Tages abreißen lassen. Er hatte am Ende 1:32 Minuten Rückstand auf den Tagessieger und liegt in der Gesamtwertung 2:29 Minuten hinter Landis auf Rang sechs. Zweitbester Deutscher ist Markus Fothen auf Platz zehn.
"Klöden hat auf dem letzten Anstieg Krämpfe bekommen, das war natürlich eine schwierige Situation", sagte der sportliche Leiter von T-Mobile, Mario Kummer. "Ich habe alles gegeben, mehr ging nicht", ergänzte Klöden.
Der neue Träger des Gelben Trikots, Floyd Landis, zeigte sich erfreut über den Verlauf der Etappe: "Das ist schon sehr gut gelaufen. Bis zum Ziel in Paris ist es noch sehr weit, aber jetzt vorn zu liegen, das ist schon was." Landis liegt acht Sekunden vor dem Franzosen Cyrill Dessel, der bis zum letzten Meter um die Verteidigung seines Gelben Trikots kämpfte - vergeblich.
Über die ersten drei Berge hinweg bestimmte noch eine vierköpfige Ausreißergruppe das Geschehen, zu der auch der Deutsche Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner gehörte. Er lieferte sich bei den Bergwertungen immer packende Duelle mit dem Spanier David de la Fuente um die Punkte für das gepunktete Trikot. Erst auf dem vorletzten Anstieg des Tages musste Wegmann den Spanier ziehen lassen und wurde schnell von der Gruppe der Favoriten geschluckt und durchgereicht. Auch de la Fuente wurde gestellt, fährt aber morgen im Trikot des besten Bergfahrers.
Nachdem sich die Favoriten auf den Gesamtsieg lange zurückhielten, verschärfte das Team T-Mobile am vorletzten Berg des Tages das Tempo. Schnell fielen einige Fahrer aus der Gruppe zurück, darunter auch Dessel. Selbst vom Team T-Mobile verblieben nur noch zwei Fahrer in der Gruppe, Klöden und der Australier Michael Rogers. Am Anstieg zum Ziel hinauf fielen dann auch die Fahrer in Magenta aus der Spitzengruppe heraus.
Neben dem ehemaligen Sprinterkönig Giovanni Lombardi gab heute ein weiterer prominenter Fahrer auf. Kletterspezialist Iban Mayo aus Spanien hatte wie gestern schon große Probleme und stieg nach zwei Gipfeln mit großem Rückstand vom Rad.
bri/sid/dpa
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