Macon - "Die Kündigung ist erfolgt, weil wir glauben, dass Ullrich und Sevilla in den spanischen Dopingskandal verwickelt sind", sagte T-Mobile-Sprecher Christian Frommert. Neue Kenntnisse lägen in Sachen Doping zwar nicht vor, doch sei die Kündigung auf Anraten der T-Mobile-Anwälte erfolgt. "Beide Fahrer hatten eine Frist und haben den Beweis für ihre Unschuld bis zum heutigen Tage nicht erbracht", so Frommert, der nun einen Rechtsstreit erwartet.
Der Betroffene versteht die Entscheidung des Bonner Rennstalles nicht. "Die Kündigung von T-Mobile ist für mich nicht akzeptabel. Sehr enttäuscht bin ich darüber, dass mir diese Entscheidung nicht persönlich, sondern von den T-Mobile-Anwälten nur per Fax mitgeteilt wurde", verkündete Ullrich auf seiner Homepage: "Ich finde es beschämend, dass ich nach so vielen Jahren guter Zusammenarbeit und nach allem was ich für das Team getan habe, wie eine Faxnummer behandelt werde."
Ullrichs Manager Wolfgang Strohband und sein Anwalt Ulrich Theune kündigten juristische Schritte gegen die Kündigung an. "Die Kündigung wird keinen Bestand haben", sagte Theune. Strohband setzt noch auf Vermittlung: "Die Kündigung ist unbegründet. Sofern das für die nächste Woche geplante Gespräch keine Einigung bringt, wird Jan Ullrich die Kündigung gerichtlich anfechten."
Ullrich war einen Tag vor dem Start der diesjährigen Tour de France wegen des dringenden Doping-Verdachts von T-Mobile suspendiert worden. Auch Ullrichs Teamkollege Oscar Sevilla war team-intern gesperrt worden. "Irgendwann musste die Suspendierung aufgehoben werden und zu einer Wiedereinstellung oder Kündigung führen. Letzteres ist nun der Fall", sagte T-Mobile-Sprecher Frommert. Ullrichs Betreuer Rudy Pevenage war schon zuvor gekündigt worden.
Ullrich wird vorgeworfen, in den spanischen Doping-Skandal um den Madrider Arzt Eufemiano Fuentes verwickelt zu sein. Er hatte bei seiner Abreise vom Tour-Startort Straßburg am 30. Juni die Vorwürfe bestritten und erklärt, seine Unschuld beweisen zu wollen.
Ende 2002 hatte sich das damalige Team Telekom in Folge der "Disco-Affäre", bei der Ullrich positiv auf Amphetamine getestet worden war und die Einnahme später zugegeben hatte, schon einmal von seinem Star getrennt. Ein Jahr später war Ullrich jedoch ins neue T-Mobile Team zurückgekehrt.
pav/sid
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Habe gerade gelesen, dass Ullrich aus dem Schweizer Radsportverband, mit dessen Lizenz er fuhr, ausgetreten ist.Zur Zeit ist er also ohne Profilizenz. Offensichtlich hat ihm das drohende Verfahren vor der Schweizer [...] mehr...
aber nicht vergessen, Sonntag 7.00 Uhr Formel1, einfach den Kaffee und die geschmierten Broetchen mit vor die Kiste nehmen! mehr...
Wobei dann wohl wieder bewiesen ist, daß Sport in Deutschland, außer Fußball, lediglich ein Nischendasein führt, aber auch bei Fußball sind die Bundesbürger fast ausnahmslos in der passiven Zuschauerrolle. Wenn Schuhmacher [...] mehr...
koennen sich die Haende geben, beide am Ende, nix mehr los,alles alte Kamellen! mehr...
Genau , deshalb schrieb ich von dem zu *erwartenden*Gewinn :=) Für die sogenannten "Wasserträger" ist die Situation meist viel verfahrener. Sie sind in der Regel nicht so bekannt, als das sie mit großem [...] mehr...
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