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15.09.2006
 

Doping

Gericht bestätigt Vorwürfe gegen Armstrong-Arzt

Man nannte ihn "Dottore Epo", nun hat ein Gericht die Dopingvorwürfe gegen den italienischen Arzt Michele Ferrari bestätigt. Der Mann, der früher auch der medizinische Betreuer von Lance Armstrong war, konnte jedoch nicht verurteilt werden.

Bologna - Ferrari kam nur deshalb um eine Verurteilung durch das Gericht in Bologna herum, weil die Dopingvergehen bereits verjährt waren. Das geht aus der nun veröffentlichten Begründung für den Freispruch von Ferrari am 22. Mai dieses Jahres hervor.

Sportmediziner Ferrari: Verjährte Vergehen
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DPA

Sportmediziner Ferrari: Verjährte Vergehen

Der ehemalige medizinische Betreuer des siebenmaligen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong war zweitinstanzlich vom Vorwurf des Sportbetrugs freigesprochen worden, nachdem er erstinstanzlich im Oktober 2004 zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt worden war.

Ferrari, der auch die italienischen Radprofis Ivan Gotti und Claudio Chiappucci mit verbotenen Mitteln versorgt haben soll, war vor allem von dem Radprofi Filippo Simeoni belastet worden. Simeonis Vorwürfe seien bestätigt worden, berichtete Richter Umberto Palma.

Die Ermittler hatten bei Ferrari Trainingstabellen beschlagnahmt, auf denen genaue Angaben über die Medikamente standen, die Ferrari Profis wie Andreas Kappes, Olivier Bernhard, Giorgio Furlan und Ivan Gotti lieferte. Trotz dieser Beweise hatte man Ferrari nur wegen der Verjährung der Vorwürfe freisprechen können, so der Richter.

goe/sid

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