Halle/Westfalen - Das Team von Bundestrainer Heiner Brand startete mit einem 35:29 (17:14) gegen Slowenien in die Hauptrunde und rehabilitierte sich damit in Halle/Westfalen für die zwei Tage zuvor erlittene erste Turnierniederlage gegen Polen (25:27). Pascal Hens war mit 9 Toren erfolgreichster Werfer der Mannschaft, die sowohl in Angriff als auch Abwehr ihre Defizite aus dem Polen-Spiel abstellte. Vor 11.000 Zuschauern im erneut ausverkauften Gerry-Weber-Stadion besiegelten neben Hens der ebenfalls starke Rechtsaußen Florian Kehrmann (8 Treffer) sowie Torhüter Henning Fritz den zehnten Sieg im 15. Duell mit den Slowenen, die ihren überragenden Schützen in Siarhei Rutenka (11/5) hatten.
Mit dem Duell gegen Afrika-Meister Tunesien (30:36 gegen Island) morgen in Dortmund (16.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) steht aber bereits das nächste vorentscheidende Spiel um den Einzug ins Viertelfinale auf dem Programm, bevor es gegen WM-Favorit Frankreich (Samstag) und Island (Sonntag) geht.
Gegen Slowenien, das den Deutschen schon im EM-Finale 2004 unterlegen war, zeigte sich vor allem die Abwehr stark verbessert. So konnte das DHB-Team den Vorsprung schnell auf fünf Tore ausbauen (10:5, 20. Minute). Im Angriff übernahm Rückraumspieler Hens wie gefordert Verantwortung und hatte bis zur Pause bereits sechs Treffer erzielt. Besonders in Unterzahl war Deutschland sehr gefährlich.
"Die Mannschaft hat ein bravouröses Spiel abgeliefert und alles befolgt, was ich von ihr von der ersten Minute an gefordert habe. Der Wille und die Einstellung waren entscheidend", sagte Bundestrainer Brand. "In der Abwehr haben wir viele Bälle geholt, und vorne hat vor allem Pascal Hens viel getroffen und uns sehr geholfen." Hens war ebenfalls zufrieden, "so wie es bei mir gelaufen ist. Ich hoffe, dass das wieder so klappt. Wir wollten dem fantastischen Publikum zeigen, was wir drauf haben."
Nach seinem Kurzeinsatz gegen Polen wurde auch der erst am Sonntag nachnominierte Christian Schwarzer zu einem Schlüsselspieler. Da Abwehrchef Oliver Roggisch bereits in der 19. Minute das zweite Mal eine Zeitstrafe erhalten hatte, sprang der 37-Jährige für den Magdeburger ein und bildete mit Sebastian Preiß den Mittelblock, hinter dem auch Keeper Fritz etliche Male glänzte. Schwarzer nutzte auch im Angriff seine Chance und erzielte vier Treffer.
Der überragende Torwart Fritz zog seinen "Hut vor der Mannschaft." und war froh, dass er dieses Spiel mitentscheiden habe können. Er sprach wie auch Lars Kaufmann von einem "Endspiel", das man unbedingt habe gewinnen müssen. Kaufmann warnte aber vor dem nächsten Gegner. "Tunesien ist immer für eine Überraschung gut, wir müssen aufpassen."
Lesen Sie hier das Spiel im Liveticker nach.
goe/sid
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