München - Der Deutsche bezwang vor 12.500 Zuschauern in der ausverkauften Olympiahalle den amtierenden Weltmeister im Cruisergewicht einstimmig nach Punkten. Damit gelang ihm die Revanche für die Niederlage am 23. November 1996. Damals hatte Maske in seinem bisher letzten Profikampf nach Punkten verloren und beendete danach seine Karriere als Profi-Boxer. Dennoch bleibt Hill Weltmeister nach WBA-Version, da es sich um keinen offiziellen Titelkampf handelte. Für das Comeback kassierte Maske rund 1,5 Millionen Euro. Hill erhielt 1,2 Millionen Euro.
"Mitte der Distanz habe ich den Spieß umgedreht, er hat geschlagen, ohne zu treffen", sagte Sieger Maske: "Ich habe mir schon vor zehn Jahren gewünscht, so abzutreten. Bis zur letzten Sekunde habe ich an mich geglaubt."
Für Maske war es der 31. Sieg im 32. Profifight. Für Hill war es die sechste Niederlage bei 50 Siegen. Im Gegensatz zu Maske hatte Hill seine Karriere nie beendet. Im Januar 2005 hatte der Amerikaner den Weltmeistertitel im Cruisergewicht im Kampf gegen einen 13 Jahre jüngeren Rivalen erobert.
Beide Boxer begannen den Kampf sehr verhalten. Hill wirkte passiv, auch Maske hielt sich deutlich zurück. Erst in der achten Runde gab es bei einem Kopfstoß von Maske den ersten Aufreger. Hill blutete stark über dem linken Auge.
Zahlreiche Experten hatten Maske abgeraten, ein Comeback nach derart langer Pause zu versuchen. Sportärzte hatten gewarnt, dass seine Reflexe nicht mehr auf dem Stand früherer Jahre seien und er seine Gesundheit aufs Spiel setze. Maske hatte seine Rückkehr in den Ring mit der nicht verarbeiteten einzigen Niederlage seiner Profi-Karriere gegen Hill 1996 begründet. Ob er seine Karriere im Ring nun fortsetzen wird, ist offen.
pav
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Boxen | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH