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08.04.2007
 

Doping-Ermittlungen

Ullrich beteuert Unschuld

Fünf Tage nach der Offenlegung der DNA-Tests seiner Blutkonserven hat Jan Ullrich erstmals Stellung bezogen. Der ehemalige Radstar spricht von manipulierten Medienberichten und seinem reinen Gewissen: Er habe vor niemandem Angst.

Hamburg - Trotz der laut Staatsanwaltschaft zweifelsfreien Zuweisung der beim Madrider Arzt Eufemiano Fuentes beschlagnahmten Blutbestände an Ullrich beteuert der Tour-de-France-Sieger von 1997 weiter seine Unschuld.

Verdächtigter Ullrich: "Kann keinen Fehler eingestehen"
REUTERS

Verdächtigter Ullrich: "Kann keinen Fehler eingestehen"

Auf seiner Homepage erklärt der 33-Jährige, "niemandem Rechenschaft ablegen zu müssen". Dennoch wolle er aber eine Klarstellung geben, da "teilweise manipulierende Medienberichte" seinen Ruf zerstören würden. Der einstige T-Mobile-Kapitän erklärt, dass "die jüngsten Ereignisse und Meldungen nichts an seinem reinen Gewissen" änderen würden. Vielmehr bleibt Ullrich bei den Behauptungen, die er schon auf der Pressekonferenz anlässlich seiner Rücktrittserklärung abgegeben hatte: "Ich habe in meiner ganzen Karriere niemanden betrogen oder ausgenutzt und kann keinen Fehler eingestehen, wo kein Fehler ist. Ich fürchte mich vor keinem Verfahren, keinem Staatsanwalt und keinem Verband."

Die Ullrich-Verteidigung ging in der vergangenen Woche noch einen Schritt weiter: Das Blut mag von Ullrich sein, ein Beweis für Manipulation sei dies im juristischen Sinne noch lange nicht. "Vorausgesetzt, dass alles das stimmt, was jetzt ermittelt wurde, das heißt, dass in Spanien Blut unseres Mandanten gefunden wurde, heißt das doch noch lange nicht Doping", hatte Ullrich-Verteidiger Peter Michael Diestel dem Fernsehsender N24 gesagt. "Von mir kursiert auch Blut. Ich habe einen Arzt in Rostock, ich habe einen Arzt in Berlin, ich habe einen Arzt in wer weiß wo. Das heißt doch noch lange nicht, dass mit dem Blut manipuliert wurde, dass es für Dopingzwecke und so weiter verwendet wurde. Der Weg bis zum Betrug ist sehr sehr weit", hatte Diestel weiter erklärt.

fpf/sid

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