Hamburg - Nach Angaben des ARD-Vorsitzenden und Intendanten des für Radsport-Übertragungen zuständigen Saarländischen Rundfunks, Fritz Raff, erwägen ARD und ZDF, die Tour de France 2007 nicht zu übertragen, wenn es weitere Doping-Enthüllungen gibt. "Wir sind derzeit dabei, uns auf die Tour vorzubereiten. Dennoch bleibt die Möglichkeit des Ausstiegs, wenn neu gewonnene Erkenntnisse der nächsten Tage und Wochen uns dazu zwingen", sagte Raff dem "Kölner Stadt-Anzeiger".
FDP-Parteivize Brüderle fordert in der "Berliner Zeitung" den Ausstieg der Telekom aus dem Profiradsport und das Ende der Tour-de-France-Übertragungen bei ARD und ZDF, sollten sich die Doping-Vorwürfe bestätigen. "Die Vorstellung ist unerträglich, dass Steuerzahler und Fernsehgebührenzahler indirekt Dopingmachenschaften im Radsport finanzieren", sagte Brüderle.
Gestern hatte schon Peter Danckert im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE den Rückzug der öffentlich-rechtlichen Sender aus der Radsport-Berichterstattung gefordert. "Es ist Zeit zu zeigen, dass nicht alles akzeptiert wird", so der Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag. Der Sport reagiere erst, wenn nicht mehr übertragen werde. "Es kann nicht sein, dass der Gebührenzahler sein Geld für die Übertragung eines verseuchten Sports ausgibt."
goe/ddp
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