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Olympische Spiele 2014 Winterspiele unter Palmen?

4. Teil: Salzburg - Aus Tradition und gutem Ruf

"Wir wollen uns auf ehrliche Weise um die Spiele bewerben, wir wollen sie nicht kaufen", sagte Felix Gottwald, Olympiasieger in der Kombination 2006 und Sonderbotschafter der Salzburger Kampagne im März dieses Jahres. Zu diesem Zeitpunkt standen die Chancen, die dritten Olympischen Winterspiele (nach Innsbruck 1964 und 1976) in Österreich austragen zu dürfen, noch weit besser als kurz vor der entscheidenden Abstimmung morgen in Guatemala-Stadt.

Zwischen Gottwalds Auftritt vor dem IOC-Exekutivkomitee in Peking und der IOC-Vollversammlung liegt der Bericht Evaluierungskommission, in dem Salzburg weniger gut abschnitt, und ein wochenlanger Streit des Nationalen Olympischen Komitees Österreichs (ÖOC) mit dem IOC um die Personalie Peter Schröcksnadel.

Blick auf die Burg Salzburg: Vorteil Tradition und Ruf
REUTERS

Blick auf die Burg Salzburg: Vorteil Tradition und Ruf

Der Präsident des Österreichischen Skiverbandes wehrte sich vehement gegen die vom IOC geforderte Entlassung im Zuge des Turiner Dopingskandals um den verbannten Langlauftrainer Walter Mayer. Erst als das IOC den Ausschluss Österreichs für mehrere Winterspiele androhte, lenkte Schröcksnadel ein. Die Mitglieder des IOC werden diese Posse bei der Wahl sicherlich berücksichtigen.

Auch die Zustimmung in der Bevölkerung spricht nicht für Salzburg. Nach Querelen um die möglichen Kosten der Bewerbung stehen nur 42 Prozent der Salzburger die Kampagne positiv gegenüber. Zudem bemängelt die Evaluierungskommission in ihrem Bericht, dass das Organisationsbudget von 965 Millionen Dollar viel zu niedrig angesetzt sei. Pyeongchang (1,26 Milliarden) und Sotschi (1,5 Milliarden) haben hier ungleich mehr veranschlagt.

Die Vorteile Salzburgs liegen in der großen Tradition als Wintersportort. Die Stadt besitzt eine fast vollständig vorhandene Infrastruktur. Acht der elf Wettkampfstätten gibt es schon, darunter auch die Bob- und Rodelbahn im bayerischen Schönau am Königssee. Salzburg ist darüber hinaus der prominenteste der drei Bewerber. "Wir werfen einen den guten Ruf und den hohen Bekanntheitsgrad Salzburgs in die Runde", sagt Bürgermeister Heinz Schaden.

Nicht unwichtig zu erwähnen ist sicherlich die Ankündigung der US-amerikanischen Fernsehsender, bis zu 150 Millionen Dollar mehr für die TV-Rechte der Winterspiele 2014 zahlen zu wollen, sollten die Spiele an das telegenere Salzburg vergeben werden. Zusatzeinnahmen, die dem IOC zugute kommen. Sicher kein Nachteil für Salzburg.

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insgesamt 7 Beiträge
hardo 03.07.2007
Hallo, ich hoffe nicht, dass es Salzburg wird. Ich reise gerne im Sommer ins Berchtesgadener Land und die Region Salzburg. Leider hab ich schon in anderen Regionen Österreichs gesehen, wie sehr Wintersport die Landschaft [...]
Hallo, ich hoffe nicht, dass es Salzburg wird. Ich reise gerne im Sommer ins Berchtesgadener Land und die Region Salzburg. Leider hab ich schon in anderen Regionen Österreichs gesehen, wie sehr Wintersport die Landschaft verunstalten kann. Ich möchte nicht, dass dies im Raum Salzburg auch geschieht. Warum kann man nicht da Wintersport betreiben, wo es eh schon hässlich ist, d. h. die ganzen Anlagen schon vorhanden sind? Hardo
Crom 04.07.2007
Wenn ich den Bericht richtig gelesen habe, sind doch in Salzburg bereits alle Anlagen vorhanden ... Dennoch hoffe ich, dass die Südkoreaner das Rennen machen.
Wenn ich den Bericht richtig gelesen habe, sind doch in Salzburg bereits alle Anlagen vorhanden ... Dennoch hoffe ich, dass die Südkoreaner das Rennen machen.
XoldeuropeX 04.07.2007
Nachdem die letzten Olympischen Spiele abwechselnd nach Europa und dem Nordamerikanischen Kontinent gegangen sind, kann ich mir nicht vorstellen, das sie 2014 abermals in Europa ausgerichtet werden. Dies würde für Pyeongchang [...]
Nachdem die letzten Olympischen Spiele abwechselnd nach Europa und dem Nordamerikanischen Kontinent gegangen sind, kann ich mir nicht vorstellen, das sie 2014 abermals in Europa ausgerichtet werden. Dies würde für Pyeongchang sprechen, ebenfalls wie die Tatsache, das sie letztes Mal so knapp Vancouver unterlegen waren. Desweiteren ist es mit Sicherheit die wirtschaftlich stärkste Region, so daß die Finanzierung dort am ehesten gesichert ist.
Excelsior 04.07.2007
Volle Zustimmung in beiden Punkten! Trotz der wenig erfreulichen Erfahrungen in Nagano ist nicht zu leugnen, dass Asien enfach "mal wieder dran" ist. Die gerechte weltweite Verteilung der Austragungsorte ist ein [...]
Zitat von XoldeuropeXNachdem die letzten Olympischen Spiele abwechselnd nach Europa und dem Nordamerikanischen Kontinent gegangen sind, kann ich mir nicht vorstellen, das sie 2014 abermals in Europa ausgerichtet werden. Dies würde für Pyeongchang sprechen, ebenfalls wie die Tatsache, das sie letztes Mal so knapp Vancouver unterlegen waren. Desweiteren ist es mit Sicherheit die wirtschaftlich stärkste Region, so daß die Finanzierung dort am ehesten gesichert ist.
Volle Zustimmung in beiden Punkten! Trotz der wenig erfreulichen Erfahrungen in Nagano ist nicht zu leugnen, dass Asien enfach "mal wieder dran" ist. Die gerechte weltweite Verteilung der Austragungsorte ist ein wesentlicher Bestandteil in der Entscheidungsfindung des IOC. Da auch die lokalen Gegebenheiten (Klima, Umgebung, Wirtschaftskraft) sehr für Pyeongchang sprechen, ist der Zuschlag für Südkorea aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich. Zu Salzburg: Ein wesentliches Kriterium bei der Vergabe ist die bereits vorhandene Infrastruktur. Wird man die Spiele an eine Stadt geben, in der der Straßenverkehr schon heute und auch außerhalb der Saison regelmäßig vor dem Kollaps steht? Ich hoffe nicht! Doch persönlich fände ich Sochi ohnehin am interessantesten... Beste Grüße Excelsior
fritze meier 05.07.2007
cool, sotchi! übernachten entweder in quasi unbewohnbaren oder in 2000-dollars-zimmern! so zumindest lautete die quintessenz des berichts über sotchis unterkünfte auf russia today letzte woche. egal, vergesst die cote d'azur und [...]
cool, sotchi! übernachten entweder in quasi unbewohnbaren oder in 2000-dollars-zimmern! so zumindest lautete die quintessenz des berichts über sotchis unterkünfte auf russia today letzte woche. egal, vergesst die cote d'azur und ab ans schwarze meer!
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