Hamburg - Die Verletzungen des französischen Weitspringers Salim Sdiri, die er bei dem Unfall am vergangenen Freitag während des Golden-League-Meetings in Rom erlitt, sind offenbar doch schlimmer als ursprünglich gehofft. Wie weitere Untersuchungen ergaben, sind bei dem Unglück auch die Niere und die Leber verletzt worden. Sdiri war von einem Speer des Finnen Tero Pitkämäki bei dessem missratenen Wurfversuch am Rücken getroffen worden.
Nach aktuellen Erkenntnissen hat der Speer einen kleinen Riss in der Niere und ein Loch in der Leber verursacht. Die Ärzte hoffen, dass die Verletzungen auf natürliche Weise verheilen, sodass kein operativer Eingriff notwendig ist. Die Einstichstelle ist mehr als zehn Zentimeter tief und nicht wie ursprünglich angenommen vier Zentimeter. Um weitere Blutungen zu verhindern, soll Sdiri bis Ende der Woche in Rom bleiben.
Unterdessen kritisierte Sdiri die Sicherheitsvorkehrungen beim Meeting. "Ich hatte schon meine Bedenken. Als wir unseren Wettkampf begannen, befanden sich die Speerwerfer in der Aufwärmphase. Die Speere landeten nicht weit von uns im Rasen, einer in der Nähe meines Fußes", sagte der Hallen-EM-Dritte von 2007.
fs/sid
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