Hamburg - Franke bezeichnete den Triumph des Spaniers Contador als "größten Schwindel der Sportgeschichte". Er sei im Besitz eines Protokolls von der Hausdurchsuchung beim Madrider Arzt Eufemiano Fuentes, das sich als "voll protokolliertes Doping-Dokument" erweise, sagte der Molekularbiologe im ZDF.
Dopingforscher Werner Franke: Größter Schwindel der Sportgeschichte"
Franke greift den Weltverband UCI und die spanischen Ermittler an: Es habe "in der jüngsten Zeit einen Vertrag gewissermaßen gegeben von der internationalen Radsport-Union UCI und den spanischen Justizbehörden, die das alles vertuscht haben und einfach gelogen haben". Spanien habe sich hier "das größte Ding aller Zeiten geleistet", so Franke.
Es sei ihm gelungen, sich in den Besitz der Unterlagen zu bringen. "Diese Befunde sind halt in meiner Aktentasche gelandet, das passiert manchmal, und ich hab sie dann gleich dem Bundeskriminalamt weitergegeben." Diese "auch weltweit korrupte Situation in verschiedenen Bereichen" werde in höchsten Kreisen "zumindest in Spanien akut gedeckt".
Contador hat jegliche Doping-Vorwürfe abgestritten. Es sei alles bloß "ein Irrtum" gewesen, sagte der Radprofi.
Auch Jörg Jaksche belastet Contador in der "Süddeutschen Zeitung" indirekt. "Ich habe natürlich niemals direkt gesehen, wie Contador gedopt wurde (...) Wenn du allerdings nicht gerade verweiblicht gewesen bist, gab es damals wohl keinen anderen Grund als Doping, um zum Gynäkologen Fuentes zu gehen", so Jaksche. Der deutsche Radprofi spricht auch von seiner gemeinsamen Zeit mit Contador im Rennstall Liberty Seguros. In den Fuentes-Akten sei erwähnt, dass die U23-Mannschaft, für die Contador damals fuhr, ebenfalls schon Wachstumshormone und Testosteron erhalten habe. Jaksche hatte zuvor im SPIEGEL seine Doping-Vergangenheit gebeichtet.
"Die Polizei hat sauber gearbeitet, aber offenbar werden Namen gefiltert und herausgenommen. Von den 250 Blutbeuteln sind doch 150 noch nicht identifiziert, warum?", fragt Jaksche weiter. Spanien sei das Problem zu groß geworden, "weil es sich nicht nur auf Radsport beschränkt".
Über Contador sagte Jaksche in einem Interview mit dem Radiosender Bayern 3: "Ich war auch zehn Jahre in der Situation, dass ich lügen musste. Ich würde ihn auch gar nichts fragen, weil ich seine Antwort wahrscheinlich gar nicht akzeptieren könnte."
Contador wird verdächtigt, Kunde des vermeintlichen Dopingarztes Fuentes gewesen zu sein, auch wenn sein Name von der Liste mutmaßlicher Kunden wieder verschwunden ist. Von 2003 bis 2006 fuhr Contador in den Teams des Spaniers Manolo Saiz. Der einst mächtige Rennstall-Boss steht seit Mai 2006 im Mittelpunkt der "Operación Puerto".
fpf/sid
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Der Bericht ist an Heuchelei nicht zu überbieten. Die Tour ist nach wie vor das beste und größte Sportereignis der Welt und das wird sie auch bleiben. Da hilft es der deutsche Journalie nichts wenn sie heuchlerisch die Tour [...] mehr...
Eine Farce? Ja, die Berichterstattung zum Thema Doping ist eine Farce, ebenso wie die Aufregung des Herrn Franke. Der enthüllt doch so gerne und weiss genau Bescheid über Fuentes, wo bleibt denn dann das Thema Fussball bei dem [...] mehr...
Mein Studium hat im WS 68/69 begonnen. Also - alle Schuld auf mich ! Mea culpa. mehr...
Die haben aber mit der Buwusstseinserweiterung begonnen: 'Thinking is the best way to travel...' mehr...
In anderen Threads (vorzugsweise: Politik) würde man hinzufügen, dass die 68er sowieso an allem Schuld sind ... mehr...
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