Bonn - Die Entscheidung kommt nicht überraschend, ihre Auswirkungen sind dennoch gravierend. Der sofortige Rückzug der Deutschen Telekom aus dem Radsport-Sponsoring ist eine Kapitulation vor den Doping-Problemen einer Sportart, denen nicht nur laut dem Bonner Konzern nicht mehr beizukommen ist.
Die anhaltenden Skandale und die jüngsten Enthüllungen von Dopingsünder Patrik Sinkewitz im SPIEGEL, wonach noch bis 2006 systematisch im T-Mobile-Team manipuliert worden war, sorgten für das Ende des Engagements - und für einen "äußerst ernsten Rückschlag für den Profiradsport in Deutschland", wie Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, den Ausstieg beschrieb.
Äußerst ernst deshalb, weil auch der Gerolsteiner-Konzern im September sein Engagement für die Zeit nach 2008 nicht verlängert hatte. Teamchef Hans-Michael Holczer sucht derzeit nach einem neuen Sponsor. Beim zweitklassigen Wiesenhof-Team stehen bereits jetzt die Räder still.
Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, macht gerade die Anstrengungen des Telekom-Konzerns für den Ausstieg verantwortlich: "Das Vorgehen im Anti-Doping-Kampf war in den letzten Monaten glaubhaft. Aber man muss auch Verständnis haben, wenn ein Unternehmen bis an seine Grenzen gegangen ist und jetzt diesen Schritt vollzieht", so der Grünen-Politiker.
Somit schwanden die Gründe für ein Sponsoring in der Ausdauer-Sportart mit jeder Doping-Enthüllung. Erst im August hatte der Konzern sein Engagement überprüft, nachdem T-Mobile-Profi Sinkewitz positiv auf Testosteron getestet worden war. Damals verwarf der Konzern nach längerer Bedenkzeit noch den Gedanken an Ausstieg. Dieser Entschluss wurde nun aber nach einem weiteren Dopingfall im Team durch Lorenzo Bernucci und insbesondere durch die Enthüllungen von Sinkewitz wieder revidiert.
Der frühere Deutschland-Toursieger hatte vor dem Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) ausgesagt, auch nach dem Fall Ullrich im Jahr 2006 weiter unter Führung von Ex-Teamarzt Lothar Heinrich Eigenblut-Doping betrieben zu haben.
Das sofortige Aus beendet eine 17 Monate lange Skandalkette. Nachdem sich das Team vom Fall Ullrich, der Mitte 2006 als mutmaßlicher Kunde des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes suspendiert wurde, etwas erholt und mit komplett neuer Leitung unter Bob Stapleton einen Neuanfang gewagt hatte, brach im Frühjahr der belgische Ex-Masseur Jef d'Hont das Schweigen und berichtete über systematisches Doping im Telekom-Team der 90er Jahre.
Es folgten Geständnisse von Erik Zabel bis hin zu Bjarne Riis und den Freiburger Teamärzten Heinrich und Andreas Schmid. Auch Sportdirektor Rolf Aldag, der stets jegliches Doping geleugnet hatte, gestand. Im Juli folgte der nächste Rückschlag mit der positiven Probe von Sinkewitz. Seine jüngsten Enthüllungen waren nun zuviel.
Nun geht es für die 29 Fahrer unter Teamchef Stapleton im Jahr 2008 unter dem Namen "Team High Road" weiter. Stapleton wird sich nun aller Voraussicht nach einen US-amerikanischen Sponsor suchen.
"Ich kann nur hoffen, dass es für Fahrer gut weitergeht und dass der Ausstieg keine negative Signalwirkung auf den Radsport hat", sagte Jens Voigt, Profi im dänischen CSC-Team, "sport1.de". Aber auch er weiß, dass diese Chance sehr gering ist: "T-Mobile stand bisher für den Radsport. Andere deutsche Teams hätte es ohne Telekom wohl nicht gegeben."
Seit 1991 hatten sich die Telekom und ihre Tochtergesellschaft T-Mobile im Radsport engagiert. Höhepunkt der 17-jährigen Ära waren die Toursiege von Riis (1996) und Ullrich (1997).
Nun steht Stapleton vor einem völligen Neuanfang. Ende 2006 hatte der Amerikaner in drei Monaten ein neues Team aufgebaut und eine neuen Philosophie eingeführt. Nicht mehr Toursiege, sondern sauberer Sports sollten im Mittelpunkt stehen. "Die Entscheidung von T-Mobile ist eine große Herausforderung für uns. Wir wollen aber die Arbeit, die wir bei T-Mobile begonnen haben, auch in Zukunft fortsetzen und für Erfolg durch fairen und sauberen Sport stehen", sagte Stapleton. Inwieweit der millionenschwere Unternehmer eine Entschädigung von T-Mobile erhält oder das Team aus der eigenen Tasche finanziert, ist nicht bekannt.
fpf/sid/dpa
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Bei seinem Talent würde ich ihm ein Platz als Makottchen für Jackpot-Gewinne der Bild-Zeitung einräumen ... mehr...
...und er kann sich drehen und winden wie er will, er wird auch nicht besser. Übrigens als Geschlechtsgenossin mögen wir ihn auch nicht in unseren Reihen haben. Auch nicht als Fahrerin.;-)) mehr...
Stellen Sie sich nur mal SO eine Frau vor...! mehr...
Deshalb hat er auch 13o von 100 Punkten bei Gräfin P. als eisenharter Beschützer 'Prinz Eisenherz' ... mehr...
Sehen Sie! Und Scharping kann man drehen und wenden wie man will, er wird nie weiblich! mehr...
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