Hamburg - Der ehemalige T-Mobile-Profi Sinkewitz war unter Berücksichtigung der Kronzeugenregel zu einem Jahr Sperre bis 17. Juli 2008 sowie 40.000 Euro Geldbuße verurteilt worden. Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, wollte wegen des laufenden Verfahrens die Revision nicht begründen. Grund könnte allerdings die Weigerung von Sinkewitz sein, die Geldstrafe zu zahlen.
Das Präsidium hatte bereits am 24. November dem Urteil nur unter dem Vorbehalt zugestimmt, dass der 27-Jährige das Urteil "in vollem Umfang" akzeptiere. Sinkewitz-Anwalt Michael Lehner seinerseits hält auch die Sperre für zu hoch und bezieht sich dabei auf den neuen Welt-Antidoping-Code, der eine Reduzierung der Sperre für Kronzeugen bis auf sechs Monate zulässt. Er tritt allerdings erst zum 1. Januar 2009 in Kraft.
Mit einem Einsatz von vorerst bescheidenen zehn Millionen Dollar will der in großen Teilen drogenverseuchte amerikanische Profisport eine Offensive gegen Doping starten. Die vier großen Ligen im Baseball (MLB), Basketball (NBA), American Football (NFL) und Eishockey (NHL) arbeiten dabei mit dem Nationalen Olympischen Komitte der USA (USOC) zusammen. Usoc, MLB und NFL haben jeweils drei Millionen Dollar in eine gemeinsame Kasse gezahlt, die amerikanische Anti-Doping-Behörde (Usada) eine weitere Million. Beteiligt am Projekt ist auch die PGA Tour im Golf, sie hat aber wie NBA und NHL bisher noch keine Mittel beigesteuert.
bri/sid
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