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25.03.2008
 

Olympisches Feuer

Proteste verärgern Peking

Das chinesische Außenministerium nennt die Störung der Fackelzeremonie im griechischen Olympia "schändlich". Die drei französischen Demonstranten sind wieder frei. Gegen sie wurde Anklage wegen Beleidigung erhoben.

Hamburg - China zeigt sich verärgert über die Protestaktion während der Zeremonie zur Entfachung des Olympischen Feuers in Griechenland. "Jede Aktion, die darauf zielt, den Fackellauf zu stören, ist schändlich", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Qin Gang, am Dienstag vor der Pekinger Presse. Zudem forderte er alle Staaten auf, durch die der Fackellauf gehen wird, Vorkehrungen gegen geplante Demonstrationen zu treffen: "Die Behörden der Länder sind verpflichtet, einen reibungslosen Fackellauf zu gewährleisten."

Französischer Demonstrant: "Wir wollten gegen das chinesische Regime protestieren"
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AP

Französischer Demonstrant: "Wir wollten gegen das chinesische Regime protestieren"

Drei französische Demonstranten sind wieder auf freiem Fuß. Sie hatten am Montag im antiken Stadion von Olympia mit Schreien und Transparenten die Zeremonie vorübergehend gestörtund waren festgenommen worden. Die Mitglieder der Organisation Reporter ohne Grenzen protestierten damit gegen das chinesische Vorgehen in Tibet. Einem der drei gelang es, bis hinter das Podium zu laufen, wo der Parteichef von Peking und Präsident des chinesischen Organisationskomitees, Liu Qi, eine Rede hielt. Dabei zeigte er eine dunkle Flagge, auf der die Olympischen Ringe als Handschellen abgebildet waren.

Gegen die Protestierer sei Anklage wegen Beleidigung erhoben worden, berichtete der staatliche griechische Rundfunk am Dienstagmorgen. Wann es zum Prozess kommen soll, blieb bislang unklar. "Wir wollten nicht die Griechen beleidigen. Wir wollten gegen das chinesische Regime protestieren", sagte einer der Franzosen.

Während die Bilder des Protestes um die Welt gingen, ignorierte die chinesische Staatspresse die Störung der Zeremonie weitgehend. Zwar berichteten die großen chinesisch- und englischsprachigen Zeitungen ausführlich über die Entzündung des Olympischen Feuers, erwähnten die Protestaktion dabei aber nicht. Das Olympische Feuer soll am kommenden Sonntag in Athen den chinesischen Organisatoren übergeben werden.

wit/dpa

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