Hamburg - Die Antidopingkommission der Deutschen Triathlon Union (DTU) hat das Ermittlungsverfahren wegen Dopingverdachts gegen Lothar Leder eingestellt. Dies teilte die DTU mit: "Nach eingehender Untersuchung und aufgrund mehrerer Gutachten konnte der Nachweis der Einnahme von verbotenen Substanzen oder die Anwendung verbotener Maßnahmen nicht geführt werden". Gegen Leder war seit vergangenem November ermittelt worden, nachdem eine Blutprobe des Athleten im Vorfeld des Frankfurter Ironman Ende Juni vergangenen Jahres auffällige Werte zutage gebracht hatte.
Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Büros des griechischen Gewichtheber-Verbandes, die Unterkünfte der Athleten im Athener Vorort Agios Kosmas und eine Apotheke in Athen durchsucht. Das berichtete der staatliche Rundfunk des Landes. Bislang sind sechs Frauen und fünf Männer aus der Nationalmannschaft der Einnahme verbotener Substanzen überführt worden. Die Analyse der unangemeldeten Tests am 7. März hatte das Kölner Anti-Doping-Labor vorgenommen.
Die Dopingsünder sollen drei verbotene Substanzen, darunter das äußerst gefährliche Steroid Trenbonol (Methyltrienolon) eingenommen haben, das unter anderem schwere Leberschäden hervorrufen kann. Der Cheftrainer des Gewichtheber-Verbandes, Christos Iakovou, der bis zur Klärung der Affäre vom Dienst suspendiert worden ist, erklärte, die Doping-Affäre sei auf einen Fehler eines chinesischen Pharma-Herstellers zurückzuführen. Der habe falsche Substanzen nach Athen geschickt.
Der unter Dopingverdacht stehende Radprofi Eddy Mazzoleni ist vom italienischen Radsport-Verband FCI für zwei Jahre gesperrt worden. Der frühere Giro-Dritte soll in die Affäre um den Mediziner Carlo Santuccione verwickelt sein, der als Vertrauensmann des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes in Italien gilt. Der 34-jährige Mazzoleni war 2006 von T-Mobile unter Vertrag genommen worden, 2007 aber wie Andreas Klöden und der später des Dopings überführte Matthias Kessler zu Astana gewechselt. Das Team hatte ihn im Sommer 2007 suspendiert.
Profi-Boxerin Susi Kentikian verteidigt ihre WM-Titel im Fliegengewicht nach Version der Verbände WBA und WIBF am 10. Mai in Halle/Saale gegen die Amerikanerin Mary Ortega. Für die 20-Jährige ist es bereits das siebte WM-Duell. Die ist in 20 Profi-Kämpfen unbezwungen. Ihre 27-jährige Herausforderin aus Kansas City hat bereits 40 Kämpfe bestritten, davon 29 gewonnen. "Ich weiß dass sie boxen kann. 2006 hat sie bereits gegen Elena Reid um einen WM-Titel geboxt", sagte Kentikian.
all/sid/dpa
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