Hamburg - Die ohnehin miserable Luftqualität in Peking hat sich wenige Wochen vor dem Olympia-Start im August noch deutlich verschlechtert und einen neuen Negativrekord erreicht. "Empfindliche Menschen sollten nicht ins Freie gehen", teilte die Pekinger Umweltschutzbehörde auf ihrer Internet-Seite mit. Die Luftqualität sei mit Niveau Fünf auf dem schlechtesten möglichen Stand und als "gefährlich" einzustufen.
Die Experten der Behörde betonten am Dienstag, die Verschmutzung sei diesmal durch Sandstürme in der Mongolei und in der autonomen chinesischen Inneren Mongolei verstärkt worden. "Das ist der vierte Sandsturm in diesem Frühling. Die Belastungen sind eigentlich immer sehr hoch, dieses Mal halten sie jedoch deutlich länger an", erklärte ein Offizieller des Umweltamtes. Generell gründet die Verschmutzung vor allem auf Feinstaub, der durch Kohleverbrennung und Fahrzeugabgase entsteht.
Die Luftverschmutzung in Peking gilt als eine der schlimmsten weltweit. Chinas Führung versichert, sie habe im vergangenen Jahrzehnt rund zehn Milliarden Euro in Maßnahmen zur Luftverbesserung investiert.
Dennoch gilt die Luft in der Hauptstadt weiterhin als Problem bei den bevorstehenden Olympischen Spielen. Der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, hatte im vergangenen Jahr eine Verschiebung von Ausdauerwettbewerben wie dem Marathonlauf nicht ausgeschlossen, um die Gesundheit der Athleten zu schützen. Nach offiziellen Angaben sollen die Sandstürme im August im Normalfall nicht vorkommen. Die Spiele beginnen in 73 Tagen.
jar/sid/AFP
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