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03.07.2008
 

Mixed Zone

Supersonics ziehen um, Tschagajew bleibt Weltmeister

Der verletzte Boxprofi Ruslan Tschagajew darf seinen Schwergewichts-Titel behalten, muss ihn aber 2009 gegen einen neuen Interims-Champion verteidigen. Der NBA-Club Seattle Supersonics wird künftig in Oklahoma spielen, Sprinter Dwain Chambers will seinen Olympia-Start einklagen.

Hamburg - Der verletzte Box-Weltmeister Ruslan Tschagajew darf seinen Titel zwar behalten, muss ihn allerdings teilen. Das hat laut des Hamburger Universum-Boxstalls der Weltverband WBA entschieden. Demnach ist der 29-Jährige nun "pausierender Weltmeister" ("Champion in recess"). Tschagajew wurde eine Frist bis zum 26. Juni 2009 gesetzt, bis dahin muss er gegen den WBA-Interims-Weltmeister antreten. Dieser wird in den nächsten drei Monaten in einem Kampf zwischen dem Russen Nikolai Walujew und dem Amerikaner John Ruiz ermittelt. Ursprünglich sollte Tschagajew an diesem Samstag in Halle/Westfalen seinen Titel gegen Walujew verteidigen, musste das Duell wegen eines Achillessehnenrisses jedoch absagen.

Boxprofi Tschagajew (r.): Pausierende Weltmeister
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DDP

Boxprofi Tschagajew (r.): Pausierende Weltmeister

Aus nach 41 Jahren: Der NBA-Club Seattle Supersonics zieht um und wird in der kommenden Saison unter neuem Namen in Oklahoma City spielen. Das verkündete Club-Besitzer Clay Bennett, der 75 Millionen Dollar an die Stadt Seattle für die vorzeitige Kündigung des Vertrags zahlt. Beide einigten sich außergerichtlich über den Wechsel, der bereits von der NBA abgesegnet worden war. Die Rechte am Teamnamen, dem offiziellen Logo und den grün-gelb-weißen Vereinsfarben bleiben aber bei der Stadt Seattle.

"Der Umzug beginnt am Donnerstag", sagte Bennett, der die Sonics im Jahr 2006 für 350 Millionen Dollar von Starbucks-Aufsichtsratschef Howard Schultz gekauft hatte und die Franchise nun in seine Heimatstadt mitnimmt. 45 Millionen Dollar muss Bennett der Stadt Seattle, die juristisch gegen den Verkauf vorgehen wollte, sofort zahlen. Weitere 30 Millionen werden fällig, sollte sich in den kommenden fünf Jahren kein anderes NBA-Team in Seattle ansiedeln.

Der britische Sprinter Dwain Chambers will gerichtlich seinen Start bei den Olympischen Spielen in Peking durchsetzen. Der 29-jährige Dopingsünder reichte Klage gegen das Britische Olympische Komitee (BOA) ein, um seine lebenslange Olympia-Sperre aufheben zu lassen. Chambers war am Montag bei einem Leichtathletik-Meeting in Sofia mit 10,05 Sekunden britische Jahresbestzeit über 100 Meter gelaufen und hatte vergangenes Wochenende in Biberach bereits die britische Olympia-Norm erfüllt.

Mit Chambers klagt erstmals ein Athlet gegen ein Statut in der BOA-Satzung. Diese sieht einen Olympia-Ausschluss auf Lebenszeit für alle Dopingsünder vor. Der Sprint-Europameister von 2002 war 2003 positiv auf das Designer-Steroid THG getestet und für zwei Jahre gesperrt worden. Er hatte später zugegeben, bewusst gedopt zu haben. Das BOA kündigte derweil an, es werde vor Gericht mit allen Mitteln für den Erhalt der lebenslangen Olympia-Sperre von "Doping-Betrügern" kämpfen. Der Fall wird voraussichtlich nächste Woche vor dem Londoner High Court verhandelt.

Der Deutsch-Syrer Rafed El-Masri darf bei den olympischen Schwimmwettkämpfen in Peking starten. Der Weltverband Fina hat dem deutschen Rekordhalter über 50 Meter Freistil die Starterlaubnis für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) erteilt. Der DSV wird El-Masri nun bei der letzten Nominierungsrunde des Deutschen Olympischen Sportbundes am 15. Juli vorschlagen. Der 25-Jährige, der als Sohn syrischer Einwanderer in Clausthal-Zellerfeld geboren ist, hatte vor vier Jahren noch für das Heimatland seiner Eltern an den Olympischen Spielen in Athen teilgenommen.

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger wird wegen der Folgen ihrer Knieoperation wohl erst später in die kommende Saison einsteigen. Dr. Volker Smasal, der den Knorpelschaden der 31-Jährigen operiert hat, hält einen Start Friesingers zum Saisonbeginn am 31. Oktober bei den deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in Berlin für ausgeschlossen. "Realistisch ist ein Saisonstart im Januar", so der Mediziner. Friesinger selbst sagt: "Ich glaube, dass ich zu den Saisonhöhepunkten dabei sein und auch vorne mitmischen kann." Vom 12. bis 15. März findet in Richmond bei Vancouver die Einzelstrecken-WM statt.

ham/hut/sid/dpa/ESPN.com

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