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06.07.2008
 

Tour de France

Thor Hushovd siegt im Massensprint

Fast die gesamte zweite Etappe lagen Thomas Voeckler und Sylvain Chavanel an der Spitze. Doch erst wurde aus dem Duo ein Quartett - dann überrollte das Peloton die Ausreißer kurz vor dem Ziel. Den anschließenden Massensprint entschied der Norweger Thor Hushovd für sich.

Hamburg - Einen Tag nach dem Auftaktsieg Alejandro Valverdes vom Team Caisse d'Epargne holte sich der Sprinter Thor Hushovd auf dem Weg von Auray nach St. Brieuc (164,5 Kilometer) seinen insgesamt sechsten Tagessieg bei der Frankreich-Rundfahrt.

In der Gesamtwertung behauptete Valverde seinen Vorsprung von einer Sekunde auf den zweitplatzierten Kim Kirchen (Columbia). Gesamtdritter ist in dem dreimaligen Weltmeister Oscar Freire vom Team Rabobank ein weiterer Spanier.

Hinter dem Etappensieger Hushovd vom französischen Rennstall Crédit Agricole belegten der Luxemburger Kirchen und der ehemalige U23-Weltmeister Gerald Ciolek die Plätze zwei und drei. Die beiden Fahrer vom US-Team Columbia mussten sich Hushovd dabei nur knapp geschlagen geben. "Ein bisschen Frust ist dabei, aber Hushovd hat das optimal gemacht", so Ciolek nach dem Rennen. Milram-Kapitän Erik Zabel landete im Sprint auf dem fünften Rang: "Ich musste am Ende Valverde ausweichen und habe deshalb das Hinterrad von Hushovd verpasst", sagte Zabel.

Der deutsche Meister Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner fuhr in der ersten dreiköpfigen Ausreißergruppe, hatte an seinem Ausflug aber nur wenige Kilometer Freude. "Ich hatte heute das Bergtrikot im Blick, aber ich habe meine Kräfte überschätzt", so Wegmann.

Kurz vor dem Ende der Etappe wurden drei seiner Mannschaftskollegen in einen Sturz verwickelt. Anfahrer Sven Krauß sagte: "Alles hat super gepasst. Aber dann wurde es am Gatter immer enger. Das war sehr schade, denn wir waren genau in der richtigen Situation."

Juan Mauricio Soler, im Vorjahr Gewinner des Bergtrikots, verlor am Sonntag im Ziel über vier Minuten. Der Kolumbianer litt an den Sturzverletzungen des Vortages.

Auf der dritten Etappe am Montag gibt es keine Bergwertungspunkte zu holen, stattdessen schlägt erneut die Stunde der Sprinter. Über 208 km führt das Teilstück von St. Malo nach Nantes, wobei kaum größere Erhebungen zu überwinden sind. Am Dienstag folgt dann der erste Höhepunkt für die Klassementfahrer, wenn das erste Einzelzeitfahren in Cholet (29,5 Kilometer) auf dem Programm steht.

jar/sid

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