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11.07.2008
 

Doping

Tour-Fahrer Beltrán positiv getestet

Die Tour de France 2008 hat ihren ersten Dopingfall: Der Spanier Manuel Beltran vom italienischen Rennstall Liquigas ist positiv auf Epo getestet worden. Dies bestätigten die Tour-Organisatoren.

Paris - Beltrán soll auf der ersten Etappe der Frankreich-Rundfahrt am vergangenen Samstag positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden sein. Das berichtet die französische Zeitung "L'Equipe". Die Tour-Organisation bestätigte die positive Dopingprobe.

Beltran (l.) fuhr 2003 im Postal-Team von Lance Amstrong
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AFP

Beltran (l.) fuhr 2003 im Postal-Team von Lance Amstrong

Sollte die B-Probe den Test bestätigten, droht Beltrán neben dem Ausschluss eine zweijährige Sperre. Der 37-Jährige hatte schon mehrfach unter Dopingverdacht gestanden, er gehörte zuvor wie der frühere deutsche Tour-Sieger Jan Ullrich zum Essener Team Coast.

Danach wechselte er zum Team Discovery Channel, dem US-Rennstall des siebenmaligen Tour-Siegers Lance Armstrong.

Bei der Tour de France 1999 war Beltrán positiv auf Corticosteroide getestet worden. Aufgrund eines Attestes wurde er damals jedoch nicht bestraft.

Beltran belegt momentan den 26. Platz der Gesamtwertung. Er hat 3:20 Minuten Rückstand auf den Führenden Kim Kirchen.

Ebenfalls am Freitag hatte die französische Anti-Doping-Agentur AFLD nach Auswertung der Dopingkontrollen vor dem Tour-Start Auffälligkeiten bei einigen der 180 Fahrer bestätigt. Diese Unregelmäßigkeiten seien allerdings nicht juristisch verwertbar, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Die AFLD ließ offen, wieviele Fahrer davon betroffen seien, erklärte aber, dass man die entsprechenden Radprofis informiert und aufgefordert habe, die Werte aus medizinischen Gründen ihren Teamärzten vorzulegen.

Zuvor hatte die französische Tageszeitung "Le Monde" berichtet, dass zehn Tourstarter entsprechende Auffälligkeiten aufgewiesen hätten. Eine Quelle für die Informationen wurde nicht genannt. Die AFLD ist in diesem Jahr erstmals für die Dopingtests bei der Tour zuständig. Bislang waren die Kontrollen vom Weltverband UCI vorgenommen worden, der jedoch nach Streitigkeiten mit den Tour-Veranstaltern aus der Verantwortung genommen wurde. Die AFLD erklärte, die auffälligen Werte an die UCI weiterzuleiten, damit diese Eingang in den neuen biologischen Pass der Fahrer finden.

fpf/sid/Reuters

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