Hamburg - Das olympische Dorf der 29. Olympischen Spiele in Peking ist am Sonntagmorgen mit einer Einweihungsfeier offiziell eröffnet worden. "Das olympische Dorf hat alles vorbereitet, und wir laden die Athleten, Offiziellen und Journalisten aus allen Nationen und Regionen herzlich ein, hier zu wohnen", sagte Chen Zhili, Bürgermeisterin des Dorfes und Vizepräsidentin des Organisationskomitees BOCOG. BOCOG-Präsident Liu Qi überreichte Chen einen symbolischen goldenen Schlüssel.
In dem Dorf sollen etwa 10.000 Athleten und 6000 Trainer und Betreuer in 9000 Zimmern wohnen. Die ersten Zimmer in den 42 sechs- bis neunstöckigen Wohnhäusern wurden von Sportlern des Gastgeberlandes China belegt, das mit 639 Athleten das größte Aufgebot der 204 Teilnehmerländer stellt.
Als erste der 440 deutschen Olympioniken sind am Sonntag die sechs Starter im Kanu-Slalom um Weltmeisterin Jennifer Bongardt (Köln) in Peking eingetroffen. Weitere 49 deutsche Ruderer und Betreuer werden am Donnerstag erwartet. "Es ist eines der schönsten olympischen Dörfer der vergangenen Jahre", sagte Bernhard Schwank, Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB), am Sonntag. "Im Vergleich zu Athen sind die Verhältnisse hier eine Stufe höher."
Auf dem 66 Hektar großen Gebiet des Dorfes befinden sich fünf Andachtsräume für Christen, Buddhisten, Muslime, Juden und Hinduisten genauso wie ein Jogging-Kurs, ein Schwimmbad sowie Basketball- und Tennisplätze. Das Restaurant bietet Platz für 5000 Gäste und eine Vielfalt aus Speisen aus aller Welt, die von hundert ausländischen und 2300 Köchen aus China rund um die Uhr zubereitet werden. Zum Freizeitangebot gehören Karaoke, Tee-Zeremonien, Chinesisch-Sprachkurse und ein Internet-Café. Das Dorf hat zudem eine Bibliothek, eine Klinik, Geschäfte und eine eigene Feuerwache.
"Dieses olympische Dorf hat charakteristische chinesische Züge", sagte Deng Yaping, ehemaliger Olympiasieger im Tischtennis und nun stellvertretender Direktor des Dorfes. "Es war eine Herausforderung für uns, wir müssen die Gewohnheiten, den Lebensstil, die Religion und die Kultur jedes Einzelnen kennenlernen."
Ranghöchster Gast wird Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), sein. Er will so oft es geht im Dorf übernachten. Dagegen hat der Schweizer Tennisstar Roger Federer schon angekündigt, sich lieber im Hotel auf seine Matches vorzubereiten.
Das Dorf ist stark gesichert. Um die Anlage sind eine Mauer und zwei Sicherheitszäune gezogen. Jeder, der das Dorf betritt, muss sich ausweisen und sein Gepäck untersuchen lassen. China hat Terrorismus als die größte Gefahr für die Spiele bezeichnet. "Wir werden alle Dorfbewohner zufriedenstellen und ein sicheres, angenehmes, warmes und harmonisches Zuhause für sie schaffen", sagte Pekings Bürgermeister Guo Jinlong.
Bei der Eröffnungszeremonie waren Chinas Basketball-Stars Yao Ming, Yi Jianlian und Wang Zhizhi anwesend. "Ich freue mich auf die Spiele und ich bin sehr aufgeregt", sagte Yi. "Ich bin in guter Form und bereit." Die drei Basketballer führten eine 265-köpfige Delegation aus Athleten und Offiziellen an. Ein paar Delegationen aus anderen Ländern sind zwölf Tage vor der Eröffnungsfeier der Spiele zwar schon in Peking, blieben der Zeremonie aber fern.
Die Feier fand unter von Smog grauem Himmel statt. Trotz drastischer Maßnahmen zur Verbesserung scheint die Luftqualität in Peking weiterhin unverändert.
Nach den Spielen soll das Dorf für den Verkauf umgerüstet werden. Die Umbauarbeiten sollen bis 2009 abgeschlossen sein. Berichten zufolge sind die Wohneinheiten bereits komplett verkauft. Pro Quadratmeter mussten Käufer zwischen 1800 und 2700 Euro bezahlen. Für ein Appartement sind damit zwischen 320.000 und einer 640.000 Euro fällig. Das sind selbst für die Boomregion Peking hohe Preise.
ulz/sid/dpa/rtr/AP
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Hier (http://peking.ard.de/peking2008/paralympics/radiotv/ardteam/index.html) steht etwas von 150. mehr...
mit meiner Hauszeitung telefoniert, die meinten von den Presseargenturen käm zu wenig Information, leider ist es nun so, dass bei den NORMALEN Spielen ARD/ZDF 700 Leute im Einsatz hatten, bei den Behinderten wieviel ? mehr...
Es gibt bei den Paralympics aber insgesamt viel mehr Medallien zu verteilen als bei Olympia, daher kann man die Medaillenanzahl nicht einfach gegenüberstellen. Bei Olympia lag Deutschland am Ende auf Platz 5 im Medaillenspiegel [...] mehr...
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Finde ich auch schade. Allerdings scheint es eine normale Entwicklung zu sein. Wird das Interesse mal steigen, werden auch die Sponsoren mehr und auch die Sendezeiten intensiver. mehr...
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