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12.08.2008
 

Tennisspieler Kiefer

"Die schlimmsten Bedingungen, unter denen ich je gespielt habe"

Extremes Wetter: Die Tennisspieler hatten beim olympischen Turnier teilweise mehr mit hoher Luftfeuchtigkeit zu kämpfen als mit ihren Gegnern. Neben den deutschen Teilnehmern kamen auch Roger Federer und Rafael Nadal ziemlich ins Schwitzen.

Hamburg - "Nach dem zweiten Satz musste ich die Schuhe und alle Klamotten wechseln, alles war völlig nass", sagte der deutsche Tennisprofi Rainer Schüttler nach seinem hart erkämpften 6:4, 6:7 (5:7), 6:3-Erfolg gegen das japanische Talent Kei Nishikori.

Tennisspieler Kiefer: "Sicherlich der Gesundheit nicht förderlich"
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DDP

Tennisspieler Kiefer: "Sicherlich der Gesundheit nicht förderlich"

Schüttler war komplett durchgeschwitzt - nicht aus Angst, das Match aus der Hand zu geben, weil er im zweiten Satz eine 5:0-Führung vergeben, bei 5:2 zwei Matchbälle nicht genutzt und bei 6:5 drei weitere ausgelassen hatte. Schuld waren vielmehr die extrem drückenden und schwülen Wetterverhältnisse.

Die klimatischen Bedingungen waren am Montag in Peking brutal. Als Schüttlers Doppelpartner Nicolas Kiefer am Morgen sein Auftaktspiel gegen den Weißrussen Max Mirnji (6:3, 6:1) beendet hatte, betrug die Luftfeuchtigkeit in der Olympiastadt 95 Prozent.

"Das sind hier mit Abstand die schlimmsten Bedingungen, unter denen ich jemals gespielt habe", sagte der Kiefer. Am Sonntag musste sein Match nach dem ersten Satz wegen strömenden Regens abgebrochen werden. Der 31-Jährige war erleichtert, dass er am Montag nicht noch ein zweites Match unter Extrembedingungen bestreiten musste: "Die sind sicherlich der Gesundheit nicht förderlich."

Der top-gesetzte Schweizer Roger Federer sprach nach seinem 6:4, 6:2 gegen den Russen Dimitri Tursunow ebenfalls Schwierigkeiten mit den klimatischen Verhältnissen an. "Die Hitze ist nicht das Problem, die haben wir auch in Amerika oder Australien", sagte der 27-Jährige, "aber ich kenne keinen anderen Platz, wo es so schwül ist."

Federer folgte seinem großen Rivalen Rafael Nadal in die zweite Runde. Der Spanier tat sich beim 6:2, 3:6, 6:2 über den Italiener Potito Starace unerwartet schwer. "Ich musste alle zehn Minuten mein Hemd wechseln und mir ein Mittel in die Hand schmieren, damit ich nicht den Schläger verliere", sagte der neue Weltranglisten-Erste, "die Schwüle ist wirklich ein Problem."

Eine gute Nachricht erreichte Kiefer und Schüttler am Montag schließlich doch noch: die Wettervorhersage für ihre Zweitrunden-Partien am Dienstag (4.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Die Prognosen sagen "nur" eine Luftfeuchtigkeit von 74 Prozent voraus. Am Abend folgt dann noch ihr Doppel gegen die Österreicher Jürgen Melzer/Julian Knowle.

wit/sid

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