Hongkong - Die deutschen Vielseitigkeitsreiter haben bei den Olympischen Spielen die Mannschaft-Goldmedaille gewonnen. In der Besetzung Hinrich Romeike mit Marius, Ingrid Klimke mit Abraxxas, Peter Thomsen mit The Ghost of Hamish, Andreas Dibowski mit Butts Leon und Frank Ostholt mit Mr. Medicott wurde das Quintett am Dienstag in Hongkong zum dritten Mal nach 1936 und 1988 Team-Olympiasieger.
Vielseitigkeitsreiter Romeike, Pferd Marius: Gold für Deutschland
Nullrunden von Ostholt mit Mr. Medicott und Dibowski mit Butts Leon hatten den Weg geebnet, doch dann hatte Klimke mit Abraxxas einen Abwurf. Sie hätte schon das Gold perfekt machen können, aber "das wusste ich gar nicht". Sie war mit dem Ritt dennoch "total happy", weil ihr Pferd noch sehr unerfahren ist: "Er hat einen Super-Job gemacht." Ein Abwurf der Australier sorgte dennoch davor, dass der Sieg schon vor Romeikes Ritt feststand.
Klimke erinnerte an ihren Vater Reiner, der vor exakt 20 Jahren in Seoul mit der Dressurmannschaft seine sechste und letzte Goldmedaille geholt hatte.
" Ich bin super-glücklich", schwärmte Ostholt, der als zweiter deutscher Reiter die erste fehlerfreie Runde schaffte. "Es ist ein aufregendes Gefühl", sagte der 32-Jährige, der unter Druck stand, weil vor ihm auch die Australierin Sonja Johnson mit Jaguar ohne Strafpunkt geblieben war. "Man weiß ja nie, was nach drei Tagen noch passiert."
Dem Quintett gelang das Happy End vier Jahre nach der unglücklichen Pleite von Athen - als das deutsche Team seine Medaillen vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas wieder verlor. Die traurige Hauptdarstellerin dieser tränenreichen Handlung, die wegen einer Verletzung ihres Pferdes nicht nominierte Bettina Hoy, war eine der ersten Gratulantinnen. "Sie gehört weiter zu uns. Sie hat uns hier immer geholfen, wenn es ging", sagte Klimke.
"Ich freue mich unheimlich. Ich gönne es ihnen von Herzen", sagte Hoy, die vor vier Jahren versehentlich zweimal über die Startlinie geritten war. Sie hatte diese Unachtsamkeit aber nicht bemerken können, weil die Zeitnahme nicht funktionierte. Anschließend gab es Proteste der Konkurrenten und das Cas-Urteil, das die deutschen Reiter als "große Ungerechtigkeit" empfanden, wie Romeike noch heute betont.
Er liegt ebenso wie Klimke noch aussichtsreich im Rennen um das Gold im Einzel-Wettbewerb. "Das machen wir gleich noch mal so", sagte Klimke, nachdem Romeike ins Ziel gekommen war. Romeike und Klimke gehen als Erste und Zweite in die Einzel-Entscheidung ab 16.45 Uhr MEZ.
all/dpa
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Hier (http://peking.ard.de/peking2008/paralympics/radiotv/ardteam/index.html) steht etwas von 150. mehr...
mit meiner Hauszeitung telefoniert, die meinten von den Presseargenturen käm zu wenig Information, leider ist es nun so, dass bei den NORMALEN Spielen ARD/ZDF 700 Leute im Einsatz hatten, bei den Behinderten wieviel ? mehr...
Es gibt bei den Paralympics aber insgesamt viel mehr Medallien zu verteilen als bei Olympia, daher kann man die Medaillenanzahl nicht einfach gegenüberstellen. Bei Olympia lag Deutschland am Ende auf Platz 5 im Medaillenspiegel [...] mehr...
unsere Behinderten Sportler sind laut Medaillenspiegel erfolgreicher als unsere Normalo Sportler, sollte uns das zu denken geben? Was ich immer wieder traurig finde, auch bei Spiegel Online, die PARALYMPICS sind eine [...] mehr...
Finde ich auch schade. Allerdings scheint es eine normale Entwicklung zu sein. Wird das Interesse mal steigen, werden auch die Sponsoren mehr und auch die Sendezeiten intensiver. mehr...
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