Hamburg - Usain Bolt hat als Zeitschnellster das Finale über 200 Meter erreicht. Der Jamaikaner kontrollierte den gesamten Lauf und sparte Kräfte für die Entscheidung am Mittwoch. Trotzdem lief er in 20,09 Sekunden eine hervorragende Zeit. Zweiter wurde knapp dahinter der Amerikaner Shawn Crawford. Im zweiten Vorlauf war Churandy Martina von den Niederländischen Antillen der Schnellste.
Bolt spielte auch in diesem Lauf förmlich mit der Konkurrenz. Ein ernsthafter Gegner ist derzeit nicht auszumachen. Der 100-Meter-Weltrekordler hatte sich erst kurz vor den Spielen für einen Start in beiden Disziplinen entschieden. Die 200 Meter bezeichnet Bolt als seine Lieblingsstrecke.
Hochspringer Raul Spank hat im Finale einen hervorragenden fünften Platz belegt. Der 20-Jährige steigerte dabei seine persönliche Bestleistung um zwei Zentimeter auf 2,32 Meter. Der Sieger, Andrej Silnow aus Russland, sprang vier Zentimeter höher. Der schwedische Olympiasieger von Athen, Stefan Holm, wurde mit 2,32 Meter Vierter.
Diskuswerfer Robert Harting hat die Bronzemedaille knapp verpasst. 67,09 Meter reichten nur zu Platz vier. Zwischenzeitlich hatte der 23-Jährige sogar auf dem zweiten Rang gelegen, doch der spätere Sieger Gerd Kanter aus Estland (68,82 Meter) und der zweimalige Olympiasieger und Bronzemedaillengewinner Virgilius Alekna (67,79 Meter) aus Litauen zogen noch vorbei. Silber ging an den Polen Piotr Malachowski, der den Diskus 67,82 Meter weit warf.
Shawn Harper aus den USA hat die 100-Meter-Hürden der Frauen gewonnen. Sie siegte in 12,54 Sekunden vor Sally McLellan (12,64) aus Australien und der Kanadierin Priscilla Lopes-Schliep (12,64). Harper profitierte dabei von einem Strauchler der bis dahin führenden Lolo Jones aus den USA an der vorletzten Hürde. Jones kam nach dem Missgeschick als Siebte ins Ziel.
Die Wasserspringer Pavlo Rozenberg und Patrick Hausding haben im Finale vom 3-Meter-Brett die Plätze fünf und acht belegt. Vor allem Rozenberg überraschte nach Platz zwölf in der Qualifikation mit guten 485,60 Punkten. Ein Medaillenplatz war dennoch etwa 45 Punkte entfernt. Den Sieg in dem Wettbewerb sicherte sich der WM-Sechste He Chong mit 572,90 Punkten aus China vor dem Kanadier Alexandre Despatie (536,65 Punkte). Auf Platz drei landete der chinesische Weltmeister Quin Kai (530,10 Zähler).
Florett-Bundestrainer Ingo Weißenborn war von 1988 an zeitweise inoffizieller Mitarbeiter bei der Staatssicherheit der DDR. In der handschriftlichen Erklärung vom 24. März 1988, die der Deutschen Presse-Agentur dpa in einer Kopie der Stasi-Unterlagenbehörde vorliegt, gibt sich der Weltmeister von 1991 selbst den Decknamen "Frank-Peter". "Ich habe versucht, die Sache wirklich so zu gestalten, dass keiner zu Schaden kommt", sagte Weißenborn in einem dpa-Interview. Unabhängig davon, kündigte Weißenborn an, dass er nach vier Jahren als Bundestrainer vermutlich aufhören wird.
wie/sid/dpa
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