Hamburg - Die deutsche Mountainbikerin Sabine Spitz hat deutliche Kritik an Olympia-Gastgeber China geäußert und die Vergabe der Sommerspiele nach Peking als Fehler bezeichnet. "Ich bin prinzipiell gegen die Missachtung der Menschenrechte. Die Spiele hätten nie an China vergeben werden dürfen. Das Land hat für mich zwei Gesichter. Viele Menschen mussten unter diesen Spielen leiden. Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute bei den Baumaßnahmen ums Leben gekommen sind", sagte die 36-Jährige, die im Cross-Country-Rennen am Freitag (9 Uhr MESZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) zu den Favoriten zählt.
Mountainbikerin Spitz (bei Olympia 2004): "Was kriegen wir hier denn schon mit?"
Spitz sprach unter anderem die unmenschlichen Bedingungen der Arbeiter oder auch die Umsiedlung von Menschen wegen der Spiele an. "Nach außen hin wird doch versucht, alles aufzupolieren", ergänzte sie. In vielen Regionen herrsche Wassermangel, weil so viel für die Olympischen Spiele abgezweigt werde.
Spitz hatte sich bereits im Vorfeld der Spiele an einer Kampagne des "Süddeutsche Zeitung Magazins" beteiligt, in der sie gegen die Menschenrechtspolitik Chinas protestierte. Dabei hatte sich die Europameisterin mit dem Porträt eines chinesischen Dissidenten vor dem Gesicht ablichten lassen.
fsc/sid
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