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23.08.2008
 

Eklat bei Olympia

Frustrierter Taekwondo-Kämpfer tritt Schiedsrichter blutig

Als sein Traum von Edelmetall geplatzt war, setzte es einen Tritt für den Schiedsrichter. Der Kubaner Angel Valodia Matos ist bei den olympischen Taekwondo-Wettbewerben mit äußerst unsportlichem Verhalten abgetreten - sein Gegenüber blutete, jetzt wird der Athlet lebenslang gesperrt.

Hamburg - Im Bronze-Kampf der Männer-Klasse über 80 Kilogramm gegen den Kasachen Arman Tschilamnow rastete der Ex-Meister Kubas aus und trat den schwedischen Schiedsrichter an den Kopf. Dieser war völlig überrascht, blutete am Kopf (siehe Fotostrecke).

Der Schiedsrichter hatte Matos zuvor disqualifiziert, weil er seine Verletzungsauszeit überzogen hatte.

Der Kubaner lag zu dem Zeitpunkt 3:2 in Führung. Daraufhin kam es zu Tumulten, in die sich auch der kubanische Trainer Gonzalez tätlich einmischte. Er behauptete zudem, der Kampf sei "verschoben" worden.

Der 31-jährige Matos wurde anschließend vom Taekwondo-Weltverband zusammen mit seinem Trainer lebenslang von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen, außerdem wurde seine bisherigen Ergebnisse gelöscht. Der Weltverband begründete seine Entscheidung zur lebenslangen Sperre in einer Erklärung: "Das ist eine starkes Vergehen am Geist des Taekwondo und der Olympischen Spiele."

Unterdessen sicherten sich Maria del Rosario Espinoza aus Mexiko und der Südkoreaner Cha Dongmin die Goldmedaillen. Die Mittelgewichtsweltmeisterin besiegte die Norwegerin Nina Solheim mit 3:1. Der 21-jährige Cha gewann einen Tag vor seinem Geburtstag gegen den Griechen Alexandros Nikolaidis 5:4.

In der Frauen-Klasse über 67 Kilogramm gewannen die Britin Sarah Stevenson und Natalia Falavigna aus Brasilien Bronze. Bei den Männern holten Tschilamnow und Chika Yagazie Chukwumerije (Nigeria) Platz drei. Deutsche Kämpfer waren in beiden Konkurrenzen nicht angetreten.

mig/sid

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