Hamburg - IAAF-Präsident Lamine Diack gab bekannt, dass die Tests von Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon positiv waren. Bereits am Mittwoch hatte die russische Nachrichtenagentur All-Sport von einem Verdacht gegen die beiden Weißrussen berichtet. Sie sollen erhöhte Testosteronwerte aufgewiesen haben. Beide Sportler bestreiten die Vorwürfe.
Dewjatowski hatte bei den Spielen von Peking hinter Olympiasieger Primoz Kozmus (Slowenien) die Silbermedaille gewonnen, Tichon sicherte sich Bronze.
Sollten die beiden Athleten ihre Medaillen verlieren, würde der eigentlich viertplazierte Ungar Krisztian Pars nachträglich Silber erhalten, Bronze bekäme der Japaner Koji Murofushi. Als Wiederholungstäter droht Dewjatowski zudem eine lebenslange Sperre. Für den dreimaligen Weltmeister Tichon wäre es der erste Dopingverstoß.
Auch der polnische Kanute Adam Seroczynski steht unter Verdacht. Nach einem Bericht der polnischen Nachrichtenagentur PAP wurde der Olympia-Vierte im Kajak-Zweier über 1000 Meter bei einer Kontrolle in Peking der Einnahme einer verbotenen Substanz überführt.
Dem Bericht zufolge wurden sowohl in der A- als auch in der B-Probe des 34-Jährigen Spuren des Medikaments Clenbuterol festgestellt. Clenbuterol wird normalerweise gegen Asthma eingesetzt, kann aber auch den Abbau von Muskelmasse hemmen. Nach Angaben von PAP wurde Polens Nationales Olympisches Komitee bereits vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) über den Fall in Kenntnis gesetzt.
hut/ap/sid
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