Hamburg - Handbikerin Andrea Eskau und die Sonar- Segelmannschaft haben bei den Paralympics in Peking die Goldmedaillen Nummer zehn und elf für die deutsche Mannschaft gewonnen.
Im Handbike-Rennen über 36,3 Kilometer siegte Eskau mit 13 Hundertstelsekunden Vorsprung vor der Niederländerin Monique van der Vorst. Als Dritte sicherte sich die Deutsche Dorothee Vieth ihre zweite Bronzemedaille der Paralympics in Peking. Handbikes sind mit klassischen Liegerädern vergleichbar, werden aber per Hand angetrieben.
Sprinterin Claudia Nicoleitzik gewann bei den Leichtathletik-Wettkämpfen die Silbermedaille im 200-Meter-Sprint der Startklasse T 36. Schneller war nur die Chinesin Fang Wang.
Bei den Segelwettbewerben vor Qingdao reichte der deutschen Sonar-Segelmannschaft um Jens Kroker Platz fünf im Finalrennen. Am Ende hatte das Team einen Punkt Vorsprung. Silber sicherte sich die französische Mannschaft punktgleich mit dem Team aus Australien.
Im Medaillenspiegel liegt China weiter vorn. Der Gastgeber hat bereits 49 Mal Gold geholt. Großbritannien (37) folgt dahinter. Die USA (25) sind Dritter. Deutschland belegt mit elf Goldmedaillen Rang zehn. Dazu kommen noch 18 Mal Silber und 15 Mal Bronze. Die 13. Paralympics enden am kommenden Mittwoch.
Verwirrung herrscht weiter um die Disqualifikation des Schwimmers Pedro Rangel. Wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) mitteilte, war der Ausschluss des Mexikaners im Rennen über 100 Meter Brust zwar gerechtfertigt, dem Protest Rangels hätte aber wegen eines Formfehlers des IPC stattgegeben werden müssen. Der Ober-Schiedsrichter hatte das Ergebnis bereits an der Anzeigetafel veröffentlicht, damit war es rechtskräftig.
"Das ist sportlich eine absolute Katastrophe. Man muss den Sport immer über Formalien stellen", sagte der deutsche Chef de Mission des Paralympics-Teams Karl Quade. Dem deutschen Schwimmer Thomas Grimm war erst die Goldmedaille zugesprochen, später dann wieder entzogen worden. Grimm verzichtet jedoch darauf, den Internationalen Sportgerichtshof (Cas) zur Klärung des Falls anzurufen: "Das dauert sehr lange, ich weiß nicht, ob das im Interesse des Sports ist."
jok/dpa
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