Hamburg - Im paralympischen Rollstuhl-Basketballfinale der Frauen haben die deutschen Frauen eine Niederlage einstecken müssen. Gegen den Top-Favoriten USA unterlag der Europameister 38:50 (16:23). Die Mannschaft von Trainer Holger Glinicki, die gegen die USA in der Vorrunde 38:42 unterlag, begann das Finale gut. Doch nach zwölf Punkten in Folge gegen Ende der ersten Halbzeit war die Vorentscheidung gefallen.
Im Kugelstoßen stellte der Grieche Paschalis Stathelakos mit 11,75 Metern einen neuen Weltrekord auf. Der dreifache Weltmeister Mathias Mester, der am Montag Geburtstag hat, musste sich mit 11,16 Metern begnügen. Dritter wurde der Algerier Hocine Gherzouli.
Mester zweifelt jedoch die Startberechtigung Stathelakos' an. "Bei dem Griechen stimmen die Proportionen nicht, er entspricht nicht der Kleinwuchsnorm, er ist einfach nur klein", sagte der 1,42 Meter große Mester: "Es gibt sogenannte Beobachter, die den Wettkampf verfolgten, die sind nun gefordert. Ich freue mich erst einmal über Silber, vielleicht wird es nach einem Protest ja noch mehr."
Stathelakos hatte seine Leistung im Endkampf von Peking erheblich gesteigert. Der 17-Jährige war mit einer Vorleistung von 10,50 Metern ins Finale gegangen. Am Ende stieß Stathelakos in gleich vier von sechs Versuchen weiter als Mester, der mit 11,36 Metern in diesem Jahr einen Weltrekord aufgestellt hatte.
Bei den Frauen holte die teilgelähmte Birgit Pohl im Kugelstoßen mit ihrer Saisonbestleistung von 8,46 Metern Silber. Die 54-Jährige hatte bereits 1996 in Atlanta mit der Kugel und 2000 in Sydney mit dem Diskus Gold gewonnen.
Gold in Peking ging an Antonia Balek. Die Kroatin stieß zwar nur 5,69 Meter, kam aufgrund ihrer stärkeren Behinderung durch einen entsprechenden Faktor jedoch auf eine höhere Punktzahl als Pohl. Dritte wurde die Griechin Maria Stamatoula.
Im Medaillenspiegel liegt China weiter deutlich vorn. Der Gastgeber hat bereits 67-mal Gold geholt. Großbritannien (41) folgt dahinter. Die USA (30) sind Dritter. Deutschland belegt mit 13 Goldmedaillen Rang neun. Dazu kommen noch 22-mal Silber und 20-mal Bronze. Die 13. Paralympics enden am kommenden Mittwoch.
ach/sid/dpa
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