Mittwoch, 10. Februar 2010

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27.09.2008
 

Doping-Verdacht

Razzia bei Luxemburgs Radsport-Team, Schleck belastet

Razzia im Hotel der luxemburgischen Radsport-Nationalmannschaft: Rund 20 Beamte haben das Quartier der Sportler in der Nacht zum Samstag durchsucht. Teammitglied und Shootingstar Frank Schleck soll ein Kunde des Doping-Arztes Eufemiano Fuentes gewesen sein.

Hamburg - Im Hotel der Luxemburger Rad-Nationalmannschaft in Gaggiolo bei Varese hat in der Nacht zum Samstag eine Polizeirazzia mit etwa 20 Beamten stattgefunden. Das berichteten Augenzeugen.

Radprofi Schleck: Möglicher Kontakt zu Doping-Arzt Fuentes
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REUTERS

Radprofi Schleck: Möglicher Kontakt zu Doping-Arzt Fuentes

Ob das Vorgehen in Zusammenhang mit den neuen Vorwürfen gegen den Luxemburger Radprofi Frank Schleck steht, blieb zunächst unklar.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" soll der 28-Jährige vom dänischen Team CSC-Saxo Bank Kunde des Doping-Arztes Eufemiano Fuentes gewesen sein. Dies belege ein Bankauszug über 6991 Euro. Die Überweisung von Schleck an Fuentes sei im März 2006 getätigt worden. Das bestätigte der Luxemburger Oberstaatsanwalt Robert Biever.

Beim WM-Rennen am Sonntag darf Schleck voraussichtlich starten. "Bis zur Stunde liegt uns kein Dokument vor, dass im Fall Schleck seine Zusammenarbeit mit Fuentes nahelegt. Deshalb ist er natürlich startberechtigt. Der Fall Valverde im Vorjahr lag anders. Wir hatten belastende Unterlagen und gehen weiter davon aus, dass er mit Fuentes zusammengearbeitet hat"!, sagte der Sprecher des Radsport-Weltverbandes UCI, Enrico Carpani. Der Spanier Alejandro Valverde hatte seinen WM-Start im Vorjahr nach UCI-Intervention per Gerichtsbeschluss erwirkt.

"Ich konzentriere mich auf das Rennen. Ich habe nicht gedopt", sagte Schleck am Samstag. Der Luxemburger fuhr bei der diesjährigen Tour de France zwei Tage im Gelben Trikot, sein Teamkollege Carlos Sastre gewann das Rennen.

Bereits während der Frankreich-Rundfahrt hatte die "Süddeutsche Zeitung" Doping-Vorwürfe gegen Schleck erhoben. Der französische Zoll hatte zudem den Wagen des Vaters von Frank und Andy Schleck (der ebenfalls für CSC-Saxo Bank startet) durchsucht, aber nichts Verdächtiges entdeckt. "Ich kenne den Herrn Fuentes nicht", hatte Schleck damals erklärt.

Pierre Bordry, der Präsident der Französischen Anti-Doping- Agentur AFLD, kündigte an, dass am Montag weitere Blut-Analyse- Ergebnisse der vergangenen Tour de France vorliegen könnten. "Einige Fahrer, die in Varese starten, werden wohl etwas schlecht schlafen», sagte er der italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport". Das AFLD-Labor in Chatenay-Malabry bei Paris werde auf der Suche nach Rückständen des neuartigen Epo-Produkts Cera "nach einer völlig neuen Methode" vorgehen.

luk/all/dpa

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